Von "Vitamin-Guru" eingeklagt

Klaus J. Stöhlker - Rath will PR-Berater Maulkorb verpassen.

Der deutsche Arzt Matthias Rath wollte mit einer superprovisorischen Verfügung PR-Berater Klaus J. Stöhlker daran hindern, sich kritisch über Raths Foundation zu äussern. Das Gericht wies diese aber ab und so kam es am Montag zur Gerichtsverhandlung, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Zudem habe die Rath-Foundation gegen Stöhlker eine Strafanzeige wegen versuchter Nötigung eingereicht.

Streitgegenstand ist eine Medienmitteilung von Stöhlker, in der er ankündigte, dass er das Mandat für die Vitamin-Initiative per sofort niederlege. Rath hatte daraufgin eine Verletzung der Geheimhaltungs- und Treuepflicht gewittert. Im Sommer ist es dann zwischen Stöhlker und Rath zum Streit gekommen, wobei sich der exakte Hintergrund gemäss "Tagi" nur schwer ausmachen lasse. Nach Angaben von Stöhlkers Anwalt seien aber noch Honorare in Höhe von 181'000 Franken ausstehend.

Der Anwalt von Rath habe nun vor Gericht behauptet, dass Stöhlker mit der Pressemitteilung Druck ausüben wollte, um die ausstehenden Honorare zu erhalten. Dies sei von Rath als versuchte Nötigung gewertet worden. Der Gegenanwalt habe ausgeführt, dass für Stöhlker die Zusammenarbeit unzumutbar geworden sei, weil dauernd andere Ansprechpartner aufgetreten und Mails sowie Telefonate nicht mehr beantwortet worden seien. Der Versuch des Gerichts eine Einigung zu erzielen ist gemäss "Tagi" fehlgeschlagen. Der Entscheid des Gerichts steht noch aus.