Wenn sich Studierende mit PET-Flaschen schmücken

Contcept Communication - Die Agentur hat in Oerlikon eine auffällige PR-Aktion für SodaStream lanciert. Ziel ist es, die Passanten auf den übermässigen PET-Verbrauch aufmerksam zu machen.

Pro Jahr werden in der Schweiz über 45 Millionen Kilogramm PET in den Verkehr gebracht – unter anderem in Form von rund 1,3 Milliarden Getränkeflaschen, die nach einmaliger Nutzung im Abfall oder in der Recycling-Tonne landen. Am Montag hat Contcept Communication für den Hersteller von Trinkwassersprudlern SodaStream den mit rund 12'000 PET-Flaschen gefüllten Käfig unter dem Motto #saynotoplastic ein erstes Mal den Schweizerinnen und Schweizern präsentiert. «The Cage» bleibt noch bis am Mittwochabend am Bahnhof Oerlikon stehen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Begleitet wurde der Start von «The Cage» von der Performance der drei jungen Künstler Maja Walter, Larissa Puma und Benjamin Schwander. Die Absolventen der Hochschule der Künste Bern (HKB) luden Passantinnen und Passanten dazu ein, ihnen ihre PET-Flaschen wortwörtlich anzuhängen. So verwandelten sich die drei Studierenden im Laufe des Tages immer mehr in PET-Haufen und trugen symbolisch den Abfall auf sich, der sonst Umwelt und Menschheit belastet.

Die PR-Aktion gegen PET wurde den ganzen Montag via Livestream auf Facebook übertragen.

Steigender PET-Verbrauch in der Schweiz

Seit Mitte der 1990er-Jahr hat sich der PET-Verbrauch in der Schweiz verfünffacht. «Die Recyclingquote ist zwar in den letzten Jahren ebenfalls gestiegen – aber der viel bessere Ansatz ist, das PET gar nicht in Umlauf zu bringen. Also auf Pre-Cycling zu setzen, statt auf Re-Cycling, denn nur eine von vier PET- Flaschen wird durch Recycling wieder zu einer PET-Flasche», wird Sodastream Schweiz Geschäftsführer Thomas Cantaro in der Mitteilung zitiert. Wer also sein Wasser selbst zu Hause frisch sprudle, verursache rund 80 Prozent weniger Treibhausgase als jene, die Wasser in PET-Flaschen kauften. (pd/as)