31.10.2011

Matter&Gretener

Gründet "Freie Ferienrepublik Saas-Fee"

Silvan Zurbriggen tritt im "Staatsfernsehen" auf.

80 Prozent Sonnentage, 100 Prozent schneesicher und bis zu 4545 Meter über dem Alltag: So schön wie bei uns sind Ferien sonst nirgends, fanden die vier Walliser Gemeinden Saas-Balen, Saas-Grund, Saas-Almagell und Saas-Fee. Darum haben sie vergangenen Samstag in einer Zeremonie mit läutenden Kirchenglocken und grossem Feuerwerk ihre Unabhängigkeit von gewöhnlichen Ferienregionen erklärt und die "Freie Ferienrepublik Saas-Fee" (FFSF) ausgerufen. An der Gründungsfeier nahmen neben der Bevölkerung der vier Gemeinden auch ihre Präsidenten, zahlreiche Winterferiengäste sowie nationale Prominenz teil. So präsentierte etwa die Sängerin Kisha mit ihrer Band CH ihren neuen Song "Saas-Fee".

Hinter der Kommunikationsoffensive stecken der Marketingverbund Saas-Fee/Saastal Tourismus und die Zürcher Nudge-Agentur Matter&Gretener, die den Etat der Ferienregion vergangenen Juli im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation gewann.

Pascal Schär, Managing Director von Saas-Fee/Saastal Tourismus: "Die FFSF ist die grosse Idee, nach der wir für die kommunikative Umsetzung unserer neuen Destinationsstrategie gesucht haben." Dabei zieht sich der Gedanke der Staatsgründung nicht nur durch Plakate, Inserate, Broschüren oder den Online-Bereich, sondern auch durch eine Fülle weiterer Massnahmen. So haben die Feriengäste neu "Bürgerrechte" wie z.B. das "Recht, vom Dom auf das Matterhorn hinabzublicken", die Gästekarte ist als Pass gestaltet und Restaurants mit ausländischer Küche sind "Botschaften".

Ausserdem hat der neu Staat ein Nationalgericht, das der Gault-Millau-"Koch des Jahres" 2007 Markus Neff kreierte, ein eigenes Länderkennzeichen fürs Autoheck sowie ein "Staatsfernsehen", das regelmässig via Facebook, YouTube und auf der eigenen Webseite humorvolle News ausstrahlt. In der ersten Folge hat Silvan Zurbriggen einen kurzen Auftritt. Die wohl spektakulärste Massnahme der Kampagne ist aber der Bau eines Grenzhäuschens samt Schlagbaum vor Saas-Balen, dem ersten Ort im Saastal. Für die Bewachung der Grenze wurde sogar eigens ein Grenzwächter eingestellt.

Der Managing Director von Saas-Fee/Saastal Tourismus Pascal Schär (in der FFSF zum "Vorsteher des Departements für Erholung" befördert): "Unser neuer Kommunikationsauftritt hebt uns klar von den üblichen langweiligen Tourismus-Werbekampagnen mit weissem Schnee, blauem Himmel und glücklichen Feriengästen ab. All dies aber mit einem Augenzwinkern und in einem Stil, der dem eigenständigen Charakter der Saaserinnen und Saaser entspricht."