29.10.2012

KSB

"Ich werde der Werbebranche bestimmt treu bleiben"

Kurzinterview mit Christoph Bürge zu seinem Abgang.

Am Wochenende wurde bekannt, dass der langjährige KSB-Partner, Christoph Bürge, die Agentur aufgrund unterschiedlicher Auffassungen verlässt (persoenlich.com berichtete). Bevor er 2005 zu KSB stiess war Bürge unter anderem bei Matter & Partner, Jung von Matt/Limmat oder Advico Young & Rubicam tätig. Was kommt als Nächstes? persoenlich.com hat nachgefragt:

Herr Bürge, was waren die Highlights Ihrer KSB-Zeit?

Ich glaube, wir dürfen mit stolz behaupten, dass wir mit der Coop-Kampagne "Für mich und dich" ein Stück Schweizer Werbegeschichte geschrieben haben und das mit den laufenden Kampagnen immer noch tun. Darüber hinaus gab es und gibt es immer wieder Kampagnen-Highlights, die mich stolz machen: Von A wie AXA-Winterthur, über B wie Bucherer, G wie Grippeprävention des BAG, H wie Hirslanden oder Holcim, S wie Suisse Garantie oder Similasan bis V wie Volkswagen oder Z wie ZVV - um das Alphabet nur ansatzweise voll zu machen.

Sie sind schon lange in der Branche. Welche Veränderungen beobachten Sie?

Als positiv denkender Mensch und Werber sehe ich in den Veränderungen der Branche, der Wirtschaft und des Lebens viele Chancen. Erstens bietet das neue vielfältige Mediennutzungsverhalten und somit Dutzende neue Kommunikationskanäle auch neue Möglichkeiten, um kreative Ideen sichtbar zu machen und sich mit kreativen integrierten Kampagnen auszutoben. Zweitens bringt das fragmentierte Konsumverhalten der Schweizer Konsumenten unendlich viele Möglichkeiten, um gezielt neue Zielgruppen mit neuen Ideen für Marken und Produkte zu begeistern. Und drittens verlangt die neue Sinnhaftigkeit, die die Schweiz in ihrer Wertehaltung an den Tag legt neue Ideen, um Marken zusätzliche Relevanz einzuhauchen. Was aber eine Werbeagentur gestern, heute und morgen auszeichnet, sind Ideen, Ideen und Ideen. Das wird so bleiben. Und das ist gut so.

Wohin geht Ihre Reise? Bleiben Sie der Werbung treu?

Zuallererst gönne ich mir eine kürzere oder längere Werbepause. Ich werde in aller Ruhe überlegen, was ich als nächstes anpacke. Aber ich werde der Werbe- und Kommunikationsbranche bestimmt treu bleiben. Das ist für einen überzeugten Vollblutwerber keine Frage.

Auf was freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich auf einen frühen Winter und auf ein paar Schwünge in den Bündner Bergen. Danach freue ich mich auf neue Ideen und alles, was auf mich zu kommt.

Interview: Corinne Bauer.


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