31.10.2017

Gurtenfestival

Grösser, teurer und ohne Tabakwerbung

Das Gurtenfestival verzichtet zukünftig auf Werbung für Tabak und Spirituosen; die Ticketpreise steigen.
Gurtenfestival: Grösser, teurer und ohne Tabakwerbung
Ab 2018 ohne Tabak- und Spirituosenwerbung: das Gurtenfestival. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Zum Schutz der Jugend werden die Organisatoren des Berner Gurtenfestivals 2018 keine Sponsoringpartnerschaften im Bereich Tabak und Spirituosen eingehen. Tabak und Alkohol würden aber auf dem Festivalgelände weiterhin verkauft. Simon Haldemann, der Mediensprecher des Gurtenfestivals, sagte dazu in einem Video auf der Internetseite der «Berner Zeitung», das Festival wolle ein Zeichen setzen für den Jugendschutz. Es habe auch entsprechende Wünsche oder Forderungen aus der Politik gegeben. So forderte etwa CVP-Nationalrätin Ruth Humbel vor einem Jahr ein Verbot von Tabakwerbung an Festivals (persoenlich.com berichtete).

Ausserdem werden die Billette etwa 20 Prozent teurer. Die Preiserhöhung begründen die Organisatoren in einer Mitteilung vor allem mit den «massiv höheren Gagenforderungen der Bands». Diese müssten ihre schwindenden Einnahmen aus dem Tonträger-Verkauf kompensieren. Ein Tagespass wird im kommenden Jahr 115 Franken kosten; in diesem Jahr kam der Pass auf 95 Franken zu stehen. Letztmals wurden die Preise 2015 angepasst.


Festivalareal wird vergrössert

Eine Änderung wird es 2018 auch bei der Anordnung der Festival-Bühnen geben: Die Zeltbühne wird im Bereich der Sleeping-Zone errichtet und letztere nach unten erweitert. Die Waldbühne kommt neu dort zu stehen, wo sich bisher die Zeltbühne befand. Die Hauptbühne bleibt hingegen, wo sie bisher war.

Das Festivalgelände wird also vergrössert. Mehr Platz zu haben, sei ein oft geäussertes Bedürfnis der Besucher gewesen, sagen die Organisatoren zur Begründung. Sie verzichten darauf, mehr Tickets zu verkaufen. Die Kapazität des Festivals bleibt also bei 20'000 Personen pro Tag. Die Verschiebung der Waldbühne, wo ausschliesslich Schweizer Künstler auftreten, begründen die Organisatoren auch mit Sicherheitsüberlegungen. Durch die neuen Bühnenstandorte könnten zudem die Materialtransporte merklich reduziert werden.

Carlo Bommes, Inhaber und Chef der Gurtenfestival AG, wird in den nächsten zwei Jahren die Leitung des Festivals an Simon Haldemann und Rolf «Bobby» Bähler übergeben. (sda/maw)



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