13.06.2018

Vergabe der Werbescreens in Zürich

Werbeauftraggeber kritisieren die Stadt

Nicht nur die Politik, auch halbstaatliche Organisationen wie die Städte oder die Verkehrsbetriebe zeigten «teilweise wirtschaftsfeindliche Tendenzen», sagt der Werbeauftraggeber-Verband SWA.
von Edith Hollenstein

Die APG ärgert sich über Zürich. Die Stadt mache zu viele Vorgaben, so dass sich der Betrieb gar nicht lohne. Daher hat die grösste Anbieterin von Aussenwerbung verzichtet, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. «Die Ausschreibung entspricht nicht den nationalen und internationalen Standards für digitale Aussenwerbung bezüglich Werbemöglichkeiten», schreibt APG am Dienstagabend als Begründung (persoenlich.com berichtete). 

Am Gebaren der Stadt stört sich aber nicht nur die Vermarkterin. Auch die Werbeauftraggeber ärgern sich, wie die Wortmeldung von Roland Ehrler auf Twitter zeigt. «Die Stadt will immer mehr Werbegelder aus der Wirtschaft und schränkt gleichzeitig die Werbefreiheit ein», schreibt der Direktor des Schweizer Werbeauftraggeber-Verbands SWA.

 

 

Nicht nur die Politik, auch halbstaatliche Organisationen wie die Städte oder die Verkehrsbetriebe zeigten «teilweise wirtschaftsfeindliche Tendenzen». «Man will die Bürger immer wieder vor irgendwelchen Gefahren schützen und Werbeeinschränkungen durchdrücken. Gleichzeitig sollen aber Werbegelder über die Vermietung erzielt werden. Das ist ein Widerspruch», führt Ehrler auf Anfrage von persoenlich.com aus.  

Für ihn ist klar: Die Flächenvermieter müssten künftig mit weniger Einnahmen rechnen, «wenn sich die Rahmenbedingungen nicht bessern». 



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