13.09.2016

AZ Medien

26 Stellen gestrichen, sechs Mitarbeiter verlieren den Job

AZ Medien auf Sparkurs: Konzernweit werden 26 Stellen abgebaut, sechs Angestellte erhalten die Kündigung. Die Betroffenen sind in den Bereichen AZ Nordwestschweiz, Digital und TV tätig. Einen Sozialplan gibt es nicht. Syndicom fordert, das Personal zu schonen.
AZ Medien: 26 Stellen gestrichen, sechs Mitarbeiter verlieren den Job
Baut konzernweit 26 Stellen ab: AZ Medien, hier das Mediencenter in Aarau. (Bild: A. Spichale)

Um Kosten zu senken, baut das Schweizer Medienunternehmen AZ Medien konzernweit 26 Stellen ab. Sechs Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen wird gekündigt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. «Die Kündigungen wurden in den Bereichen AZ Nordwestschweiz, Digital und TV ausgesprochen», konkretisiert Sprecherin Monica Stephani auf Anfrage von persoenlich.com. Ein Sozialplan existiere nicht.

Der restliche Abbau betrifft laut Mitteilung alle Bereiche und erfolgt im Wesentlichen durch natürliche Fluktuation und freiwillige Pensenreduktion. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der AZ Medien wurden gleichentags informiert.

Als Grund für den unter Kostensenkungsmassnahmen laufenden Stellenabbau nennt das Unternehmen die weiterhin angespannte Wirtschaftslage, einen rückläufigen Umsatz und verminderte Werbeeinnahmen.

Publizistische Qualität leidet

Die Mediengewerkschaft Syndicom reagierte zum einen mit Verständnis auf die schwierige Situation des Medienhauses. Trotzdem hätten die AZ Medien 2015 einen Gewinn von 1,4 Millionen Franken erzielt.

Von einem lokal verankerten Unternehmen sei zu erwarten, dass es seiner sozialen Verantwortung nachkomme und das Personal schone. Vom Abbau sei unter anderem das Korrektorat betroffen, was der publizistischen Qualität schade, heisst es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

1000 Mitarbeiter an 13 Standorten

Die AZ Medien AG ist an über 13 Standorten vertreten und zählt mehr als 1000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Das Medienunternehmen gibt unter anderen die «Aargauer Zeitung», die «Basellandschaftliche Zeitung», die «bz Basel», die «Limmattaler Zeitung», die «Solothurner Zeitung», das «Grenchner Tagblatt», das «Oltner Tagblatt» und die «Schweiz am Sonntag» heraus. Auch die grössten Schweizer Privatfernsehsender TeleZüri, Tele M1 und TeleBärn zählen zum Portfolio. (wid/sda)



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Kommentare

  • Robert Nowotny, 15.09.2016 15:23 Uhr
    Da hat sich wohl jemand übernommen! Ein altes (dänisches) Sprichwort besagt: Man soll nicht mehr Teig machen, als man Brötchen backen kann.

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