01.11.2017

NZZ-Gruppe

Joint Venture mit den AZ Medien?

Sowohl die AZ Medien als auch die NZZ verschickte am Mittwoch interne Schreiben bezüglich einer Meldung über eine gemeinsame Firma.
NZZ-Gruppe: Joint Venture mit den AZ Medien?
Offiziell gibt es noch wenig Licht im Dunkeln: das Gebäude der AZ Medien in Aarau. (Bild: zVg.)

Über eine verstärkte Zusammenarbeit, respektive einen gemeinsamen Mantel für Titel der AZ Medien und diejenigen der NZZ-Regionalmedien wird schon seit Wochen spekuliert (persoenlich.com berichtete). Nun wird das Szenario immer wahrscheinlicher. Offenbar sollen die Regionalmedien der NZZ-Gruppe und ihre TV- und Radiostationen sowie deren Online-Portale in ein gemeinsames Joint Venture mit den AZ Medien eingeführt werden. Dies berichtet der Kleinreport am Dienstag und zählt dabei auf, welche Titel zum neuen Konstrukt gehören werden.

Eine Bestätigung der NZZ oder der AZ Medien liegt nicht vor. «Im aktuellen Marktumfeld finden laufend Gespräche über mögliche Zusammenarbeitsprojekte zwischen unterschiedlichen Marktteilnehmern statt. Auf Gerüchte zu möglichen künftigen Kooperationen, Beteiligungen oder Investorenprojekten gehen wir grundsätzlich nicht ein», schreibt NZZ-Sprecherin Myriam Käser am Mittwoch auf eine entsprechende Anfrage von persoenlich.com.

Offenbar aber führte die Meldung des Kleinreports zu einem bemerkenswerten Grad an Nervosität in den beiden Verlagen. Sowohl an der Neumattstrasse in Aarau als auch an der Falkenstrasse in Zürich versendeten die Unternehmensleitungen interne Schreiben, wie Dennis Bühler, Bundeshausredaktor «Südostschweiz» & «Aargauer Zeitung», über Twitter vermeldete.


«Es ist natürlich so, dass im gegenwärtigen Marktumfeld immer wieder Gespräche zwischen unterschiedlichen Medienunternehmen stattfinden. (…) Derartige Gespräche sind immer vertraulich. Mit der Bitte um Verständnis», schreibt AZ-CEO Axel Wüstmann an seine Belegschaft.

Laut Kleinreport sollen die «Neue Zürcher Zeitung» und die «NZZ am Sonntag» nicht Teil dieses Joint Ventures werden. (eh)



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Kommentare

  • Markus Hungerbühler, 02.11.2017 09:23 Uhr
    Das sind ja lausige Aussichten. Für die Meinungsvielfalt, für die JournalistInnen und nicht zuletzt für die LeserInnen. Gottseidank gibt es bald Alternativen zu den blutleeren Printzeitungszombies. Das sage ich als einer von vielen stolzen Verlegern der Republik. :-)

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