04.09.2015

Tamedia

"Tages-Anzeiger" mit lösungsorientiertem Journalismus

Unter der Rubrik "Die Lösung" erscheint jeden Montag ein konstruktiver Artikel.
Tamedia: "Tages-Anzeiger" mit lösungsorientiertem Journalismus

Der "Tages-Anzeiger" setzt auf konstruktiven Journalismus. Ab 7. September erscheint unter der Rubrik "Die Lösung" jeden Montag ein Artikel, der Lösungsansätze für ein soziales, ökonomisches, politisches oder ökologisches Problem aufzeigt. Dies schreibt die Zeitung in einer Mitteilung. Das Konzept werde multimedial umgesetzt; verantwortlich für die neue Rubrik sind Judith Wittwer und Patrick Kühnis.

Am Samstag erschien zum Auftakt ein Interview mit Ulrik Haagerup. Der Nachrichtenchef des dänischen Rundfunks setzt auf konstruktiven Journalismus um Leser und Zuschauer zurückzuholen.

Bereits letzte Woche hat Chefredaktor Res Strehle in der Sendung "Kulturplatz" den neuen Kurs angekündigt: "Wir wollen ein Umdenken in der Redaktion. Die negativen Berichte hat man so oder so." Nun soll der Tages-Anzeiger Hoffnung machen, statt nur Probleme zu beschreiben. "Dabei werden wir gleichsam kritisch und konstruktiv sein – und auch Widersprüche und Fallstricke eines Lösungsansatzes aufzeigen", äussert sich Strehle in der Mitteilung.

Der Tagi hat schon bisher lösungsorientierte Geschichten publiziert, beispielsweise über das Angebot der Bahnhofshilfe, Scheidungskinder zu übergeben, über die Rettung von Millionen Fischen, durch den Einsatz von Zellen für Chemikalientests oder über Pläne für ein Heiz- und Kühlsystem, das fast keinen Strom mehr braucht.

Ausserdem wird der "Tages-Anzeiger" weiterhin mit rund 50 anderen Zeitungen aus aller Welt am "Impact Journalism Day" teilnehmen. Die Partner haben im letzten Juni zusammen 104 Lösungen für konkrete Probleme vorgestellt – 15 davon sind im Tages-Anzeiger erschienen. (pd)



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