30.03.2012

Facebook

Ab Samstag gibt es nur noch Timeline

Fabian Hediger erklärt, was beachtet werden muss.

Am Samstag ist es soweit und Facebook stellt automatisch auf Timeline um. Ob man will oder nicht. Was bedeutet die Umstellung? persoenlich.com hat bei Fabian Hediger, Geschäftsführer www.facebook-auftritt.ch, nachgefragt.

Was bezweckt Facebook mit der Zwangsumstellung?

Die Umstellung ist ein längst fälliger Update des Graphical User Interfaces. Zu den wesentlichen Änderungen gehören das typisch grosse Titelbild, welches Emotionen weckt, stringentere Navigation und eine wesentlich einfachere Administrierung. Die Grundidee von Facebook ist, seine Lebens- bzw. Firmengeschichte in Form eines übersichtlichen Zeitstrahls mit Fokus auf Bilder, Filme (Youtube embedded) oder Soundcloud und bespickt mit Kommentaren darzustellen. Kurz, alle zeitgemässen Möglichkeiten, um sich oder seine Organisation laufend gut darzustellen.

Was für Vorteile bringt die Umstellung auf die Timeline allgemein?

Das neue grosse Titelbild kann laufend ausgewechselt werden, um Emotionen zu wecken und das kleine Profilbild kann z.B. für das Firmenlogo verwendet werden. Die Posts können an einem beliebigen Punkt angezeigt werden, zudem können diese hervorgehoben oder verborgen werden. Die "Pinned Post", die sogenannte "Most Important Story" kann 7 Tage an erster Stelle angezeigt werden. Beiträge von Freunden sowie Fans werden gesammelt und wichtige Ereignisse können als Milestones angezeigt werden. Neu ist ausserdem die Option der Steuerung von Inhalten durch den Administrator, d.h. Inhalte können vor der Freischaltung vom Administrator gelöscht werden.

Wie können Unternehmen von der Umstellung profitieren?

Der Facebook-Auftritt löst die Website ab und kann somit auch als Mobile App verwendet werden. Das neue Layout bietet mehr Möglichkeiten, z.b. mehr Raum, grössere Bilder, Struktur, saubere Übersicht der Navigation (wie bei einer Website, aber einfacher beim Administrieren). Facebook wird als Marketing-Tool und als Werbefläche verwendet und spricht die Kunden persönlicher und emotionaler an.

Was gibt es für Privatpersonen aus datenschutztechnischen Gründen zu beachten?

Wie bis anhin ist es empfehlenswert die Einstellungen der Privatsphäre zu überprüfen. Es besteht die Möglichkeit der Unsichtbarkeit bei der Google-Suche, Abbestellung von Markierungen bei Fotos und Fotoalben, Abwählen des Beziehungsstatus, etc. Mit der Umstellung werden alle Privacy-Einstellungen 1:1 übernommen

Was bereitet bei der neuen Einstellung Probleme und wie löst man diese?

Kundenspezifische Unterseiten sind zu schmal für das neue Layout und diese Seiten müssen neu auf die Breite von 810 Pixel optimiert werden.

(cb)