Google-Chef Eric Schmidt hat die Veröffentlichung von Ausschnitten des islamfeindlichen Films "Die Unschuld der Muslime" auf der Videoplattform YouTube verteidigt. Das Video erfülle die Kriterien der Plattform und könne daher weiterhin verfügbar bleiben. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende des US-Internetkonzerns, zu dem auch YouTube gehört, am Donnerstag in Südkoreas Hauptstadt Seoul. Google sei überzeugt, dass die Antwort auf "schlechte Äusserungen mehr Äusserungen" und nicht Verbote seien.
Angesichts gewaltsamer Proteste gegen den Film in zahlreichen muslimischen Ländern hatte Google allerdings auf Antrag von Staaten, in denen das Video gegen Landesgesetze verstösst, den Zugang zum Video blockiert. Unter anderem veranlassten Ägypten, Indien und Saudi-Arabien eine Sperre des Films durch Google. Weitere Länder wie der Sudan und Pakistan blockierten selbst den Zugang.
Der in den USA produzierte Film, der den Propheten Mohammed beleidigt und Muslime verunglimpft, hatte vor rund zwei Wochen in der muslimischen Welt zu tagelangen teils gewaltsamen Protesten vor US- und anderen westlichen Einrichtungen geführt. Bei Ausschreitungen in Libyen, Tunesien, dem Sudan und Pakistan wurden dutzende Menschen getötet. (sda/afp)

