22.04.2021

Cyberkriminalität

Cyberangriff auf Ostschweizer Hostingfirma

Der Angreifer sei «sehr professionell und aggressiv» vorgegangen, sagt die Online Consulting AG in Wil.
Cyberkriminalität: Cyberangriff auf Ostschweizer Hostingfirma
Aufgrund des Angriffs hat der Hoster präventiv die Internetseiten des Kantons und der St. Galler Stadtverwaltung offline genommen. (Bild: Pixabay.com/Darwin Laganzon)

Die Webseiten des Kantons St. Gallen sowie der Stadt St. Gallen sind seit Donnerstagmorgen nicht mehr erreichbar. Der Grund ist ein Cyberangriff auf die Hostingfirma. Die Netzwerke des Kantons sind vom Angriff nicht betroffen.

Der Grund für die technischen Probleme der Webseite sei ein Cyberangriff auf die Hostingfirma, teilte der Kanton St. Gallen am Donnerstagvormittag mit. Die Firma habe präventiv die Internetseiten des Kantons und der St. Galler Stadtverwaltung offline genommen.

Die Fachleute untersuchten derzeit das Ausmass des Angriffs, hiess es in der Mitteilung weiter. Wie lange der Ausfall andauern werde, sei derzeit nicht abschätzbar.

Probleme dauern an

Am frühen Nachmittag meldete der Kanton, dass die Homepage so lange offline bleibe, bis die Auswirkungen des Angriffs auf die Hostingfirma geklärt seien. Das Unternehmen rechne damit, die Seiten «in den nächsten Stunden» wieder online zugänglich machen zu können.

Die internen Netzwerke des Kantons seien von den Problemen nicht betroffen, erklärte Thomas Zuberbühler, Leiter Kommunikation, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch das Anmeldetool für die Impfungen sei weiterhin erreichbar.

Einige wenige Einschränkungen gebe es aber. Dazu gehört die Online-Registrierung für Rückreisende im Zusammenhang mit den Corona-Massnahmen. Dies sei momentan nicht möglich.

Aggressiver Angreifer

Am Donnerstagabend informierte die betroffene Hostingfirma, die Online Consulting AG in Wil, der Angriff habe frühzeitig erkannt und abgewehrt werden können. Die als Sicherheitsmassnahme gestoppten Kundensysteme würden am Abend wieder hochgefahren.

Der Angreifer sei «sehr professionell und aggressiv» vorgegangen. Wie er in das Netzwerk eindringen konnte und ob Daten gestohlen wurden, werde zurzeit noch abgeklärt. (sda/eh)

 

 



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