12.11.2021

Digital Economy Award

Die digitalen Pioniere des Jahres stehen fest

Die Sieger heissen: Labster, Belimed, Mobiliar, die Finanzdirektion des Kantons Zug, Firmenich und Värdex Suisse. Mit dem «NextGen Hero Award» ehrte das Publikum zudem zwei junge Persönlichkeiten, die die Welt schon in jungen Jahren zu verändern wissen.
Digital Economy Award: Die digitalen Pioniere des Jahres stehen fest
Anerkennung für digitale Spitzenleistungen: Die Gewinnerinnen und Gewinner des Digital Economy Awards. (Bild: zVg)

1000 Gäste aus der Digitalbranche, Forschung, Wirtschaft und Politik haben an der Award Night vom Donnerstag die digitalen Glanzleistungen des Jahres gefeiert. Die Verleihung fand im Hallenstadion Zürich im Beisein von Bundesrätin Karin Keller-Sutter statt. «Digitalisierung muss dem Menschen dienen – und nicht umgekehrt. Das ist auch das erklärte Ziel der bundesrätlichen ‹Strategie digitale Schweiz›. Der erste Grundsatz dieser Strategie lautet: ‹Den Menschen in den Mittelpunkt stellen›», sagte Keller-Sutter in der Eröffnungsrede.

Die Preisträger des Digital Economy Award 2021 wurden von einer 40-köpfigen Jury gekürt:

Next Global Hot Thing: Labster

Labster bietet virtuelle Labore, um den immer komplexer werdenden naturwissenschaftlichen Lehrplan durch spielerisches Lernen, fesselnde Geschichten und 3D-Visualisierungen zu unterstützen und das Interesse der Schüler am Lernen auf einer tieferen Ebene zu wecken. Jury-Präsident Pascal Kaufmann, Gründer von Starmind, würdigt die Gewinner: «Labster weist eindrückliche Wachstumszahlen und Millionen von Nutzern weltweit aus. Wissenschaft und Wissenstransfer werden über modernste Virtual Reality, Mobile- und Desktop-Technologie auf der ganzen Welt zugänglich gemacht. Mit über 100 Millionen Franken Fundraising konnte dies bis dato auch Investoren aus aller Welt begeistern.»

Digital Innovation of the Year: Firmenich

Jury-Präsident Lukas Bär: «Firmenich überzeugt mit einem sehr erfrischenden Auftritt. Die Verbindung von Mensch und Technologie (Augmented Parfumeur) in einem emotionalen Bereich – dem Geruchsinn – ist gewagt, mutig und innovativ. «Es gibt mehr Astronauten als Parfumeure», sagt Firmenich. Das ist eindeutig mehr als nur eine gute Begründung dafür, warum Innovation gerade in dieser Branche notwendig ist.»

Digital Excellence KMU: Belimed

Jury-Präsident Samy Liechti: «Belimed hat in einem herausfordernden, hochregulierten und internationalen Umfeld eine äusserst beeindruckende Transformation vom Hardware- zum Service-Anbieter vollzogen. Das Unternehmen präsentiert eine überzeugende Vision mit einer klaren Strategie inklusive Roadmap und befriedigt ein effektives Kundenbedürfnis. Das zeigt sich in einer klaren Datenstrategie, in der Daten als Basis für weitere Innovationen betrachtet werden. Co-Creation mit Kunden ist ein Schlüsselelement.»

Digital Excellence NPO & Government: Finanzdirektion Kanton Zug

Jury-Präsidentin Anke Bridge Haux: «Der Kanton Zug hat eine weitgehende digitale Entwicklung geschafft mit «Digital Zug» - für die ganze kantonale Verwaltung und die Einwohner:innen. Aufbauend auf der Zug ID wurde ein breites Portfolio an vielfältigen, konkreten Projekten umgesetzt. Beeindruckt hat die Jury der grosse Umfang der Umsetzung und der Mut, als Kanton eine Vorreiterrolle einzunehmen. Interessant ist auch das aktive Einbeziehen von kulturellen Elementen, wie z.B. der «Customer Chair», der die Perspektive der Einwohner:innen repräsentiert. Der Kanton treibt die Entwicklung in den Gemeinden und Ämtern des Kantons mit einer ganzheitlichen Sichtweise voran.»

Digital Excellence Grossunternehmen: Die Mobiliar

Jury-Präsident Bramwell Kaltenrieder: «Die Mobiliar investiert strategisch in Ökosysteme, die den Kundenzugang entlang der Customer Journey auch in Zukunft sicher stellen. Im Vertrieb wie auch in der Geschäftsunterstützung ist die Mobi nach modernsten Prinzipien aufgestellt und verbindet digitale und klassische Vertriebskanäle auf clevere Weise.»

Highest Digital Quality: Värdex Suisse

Jury-Präsident Marcus Dauck: «CryptoNow schafft durch einen Gutschein für Bitcoins eine einfache Brücke zwischen digital und analog. Höchste Qualität und Sicherheit in einem regulierten Umfeld, kombiniert mit Swissness (Designed, Hosted, Engineered in Switzerland), gutem Branding, hoher Marktdurchdringung durch bestehende Vertriebskanäle (Kioske, Detailhändler, etc.) bieten ein sehr starkes Gesamtpaket. Die strategische Fokussierung auf einen Geschäftsvorfall bietet die Möglichkeit, die Kunden Journey komplett in der eigenen Hand zu haben.»

NextGen Heroes, die nächste Generation von Digitalisierern

Alessandra Capurro und Alexander Corin gehen als NextGen Heroes 2021 hervor: Alessandra Capurro arbeitet an der Entwicklung von EcoLens, ein Bewertungssystem, das mit einer Datenbank verbunden ist, mit der Restaurantmanager den CO2-Fussabdruck der Gerichte auf ihren Speisekarten berechnen können. Alexander Corin arbeitet mit Mindfuel daran, digitale Innovationen in internationalen Unternehmen umzusetzen. Sie setzen dabei besonders auf innovative Ansätze in Künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning und Business Intelligence.

Das Saalpublikum wählte mittels Live-Abstimmung zwei junge Persönlichkeiten unter 25 Jahren. Sie stehen für das Potenzial der jungen Generation, die digitale Zukunft der Schweiz aktiv mitzugestalten. In einem öffentlichen Voting am 10. November während des Digitaltags von Digitalswitzerland beteiligte sich bereits ein breiteres Publikum mittels Telefonvoting. (pd/cbe)



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