03.07.2013

IAB Switzerland

Empfehlung "50/1" für Online-Werbemittel

Sichtbarkeitsmessung wird international vergleichbar.

Die Interactive Advertising Bureau Switzerland Association (IAB Switzerland) spricht für Sichtbarkeitsmessung von Online-Werbemitteln die Empfehlung "50/1" aus. Daher sollte, laut einer Medienmitteilung vom Mittwoch, ein ausgeliefertes Banner nur dann als "sichtbare Impression" gelten, wenn sich mindestens 50 Prozent der Bannerfläche für mindestens eine Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers befindet. Diese Vorgaben seien auch international breit abgestützt. Die Empfehlung gelte ab sofort und solle mögliche Differenzen bei der Messung von Sichtbarkeitswerten verhindern.

Ausgangspunkt sei die Tatsache, dass nicht jeder bezahlte "AdView" bzw. jede AdImpression wirklich sichtbar auf einem Bildschirm erscheint. Denn Websites laden auch Werbeplätze in den Speicher, welche "below the fold" liegen – sich also ausserhalb des sichtbaren Bereichs befinden. User wiederum schliessen manchmal Webseiten direkt nach dem Öffnen innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde ohne weiter nach unten zu scrollen. Die Auslieferung dieser unten platzierten Werbemittel werde jedoch in solchen Fällen häufig regulär erfasst und gezählt. Es entstehe somit in diesen Fällen eine Differenz zwischen geladenen und sichtbaren Werbemitteln, erklärt IAB Switzerland in der Mitteilung.

Bis jetzt gäbe es für diese Unklarheit noch keinen gültigen Standard. Wegweisend bei der Ausarbeitung eines solchen Standards ist auf internationaler Ebene das Projekt "Making Measurement Make Sense" (3MS) – eine Initiative des Interactive Advertising Bureaus und anderer Branchenverbände aus dem Bereich (Online-)Werbung. Eine Pilotstudie innerhalb der Initiative hat in den letzten Monaten die Empfehlung "50/1" erarbeitet.

Der Grund für diesen Vorstoss liege bei der rasanten Marktentwicklung: Schon jetzt würden etliche Marktteilnehmer und Technologieanbieter Lösungen zur Sichtbarkeitsmessung anbieten. Einige Agenturen setzen die Sichtbarkeitsmessung bereits gezielt zur Evaluation von Werbeplätzen und Kampagnen ein, heisst es weiter. Gleichzeitig veröffentlichen Publisher erste Studien zur Sichtbarkeit ihrer Werbeplätze. Dabei konnten die Werte bisher kaum miteinander verglichen werden, da noch keine einheitliche Messung und keine einheitliche Sichtbarkeitswährung etabliert war. Auch mit der nun ausgesprochenen Empfehlung bieten die verschiedenen Methoden zur Sichtbarkeitsmessung und die Vielfalt an technischen Sonderfällen noch Unsicherheitspotenzial. (pd)

 

 


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