Erster Provider schlägt massiv auf

Replay TV - Der Winterthurer Anbieter Init7 verlangt neu zusätzlich 11 Franken im Monat für zeitversetztes Fernsehen. Auch Quickline und Salt haben angekündigt, dass es zu Preiserhöhungen kommen könnte.

Telecombetreiber müssen den Fernsehsendern ab diesem Jahr höhere Gebühren bezahlen – darauf hatte sich die Branche geeinigt (persoenlich.com berichtete). Nun werden erste Auswirkungen bekannt. Der Winterthurer Internetbetreiber Init7 verrechnet neu für Replay TV eine separate Gebühr von 11 Franken im Monat, wie der Tages-Anzeiger in der Ausgabe vom Freitag berichtet.

Bisher musste Init7 den TV-Stationen 2 Franken pro Monat und Nutzer überweisen. Seit diesem Jahr beträgt die Gebühr 7 Franken, so der Tagi. Mit der Extragebühr für Replay TV wolle es Init7 vermeiden, dass alle Kunden höhere Preise bezahlen müssten – vor allem solche nicht, die Replay TV nicht nutzen.

Wie der Tages-Anzeiger weiter schreibt, hätten auch Quickline und Salt angekündigt, Preiserhöhungen in Betracht zu ziehen. Swisscom, Sunrise und UPC würden sich «bedeckt halten».

Die Branchenvereinbarung von Sendern, Sendeverbreitern und Verwertungsgesellschaften sieht auch eine weitere Variante vor: Statt zusätzlichen Gebühren könnten auch nicht überspulbare Werbespots eingeblendet werden. (cbe)