15.04.2015

Google

EU klagt grösste Suchmaschine an

Es droht ein Bussgeld in Milliardenhöhe.
Google: EU klagt grösste Suchmaschine an

Die EU-Kommission verschärft die Gangart im Wettbewerbsverfahren gegen Google. Vor allem die prominent platzierten Treffer aus der Preissuchmaschine Google Shopping sind ihr ein Dorn im Auge. Sie will aber auch das Betriebssystem Android genauer unter die Lupe nehmen.

Die Kommission ermittelt seit fünf Jahren in dem Fall. Nun wirft die EU-Behörde Google offiziell unfairen Wettbewerb vor und verschickte am Mittwoch die Beschwerdepunkte an den US-Konzern. In letzter Konsequenz drohen dem Suchmaschinengiganten ein Bussgeld von aktuell bis zu 6,6 Mrd. Euro sowie Auflagen für sein Geschäftsmodell in Europa.

Die Kommission wirft Google vor, systematisch den eigenen Preisvergleichsdienst auf seiner Suchmaschinenseite zu bevorzugen. Die Treffer von Googles Dienst Google Shopping würden bei Suchanfragen prominent platziert. Das schade Wettbewerbern, aber auch Konsumenten.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte, sie befürchte, dass Google sich "einen unfairen Vorteil verschafft" habe. "Dominanz an sich ist kein Problem", betonte sie. Dominierende Unternehmen hätten aber die Verantwortung, ihre Position nicht auszunutzen, indem sie den Wettbewerb behindern.

Google verteidigte in einer ersten Reaktion das Vorgehen bei seiner Shopping- Suchmaschine. "Die Ergebnisse von Google Shopping haben dem Wettbewerb nicht geschadet", hiess es in einem Blogeintrag. (sda)

Bild: Keystone


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