09.02.2021

Datenschutzstreit

EU-Kommissarin ermahnt Apple

Apple müsse alle Apps auf seiner Plattform gleich behandeln, sagt die EU-Wettbewerbskommissarin.
Datenschutzstreit: EU-Kommissarin ermahnt Apple
Apple hatte im Juni angekündigt, dass Nutzer seines Smartphone-Betriebssystems iOS in Zukunft ausdrücklich zustimmen müssen, bevor ihre Daten über Apps und Webseiten hinweg zusammengetragen werden können. (Bild: Pixabay.com)

Im monatelangen Datenschutz-Streit zwischen Apple und Facebook hat die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager den iPhone-Hersteller ermahnt. Apple müsse alle Apps auf seiner Plattform gleich behandeln, sagte sie am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Zwar gehe es im Streit der US-Konzerne zunächst um den Datenschutz. «Es könnte aber um Wettbewerb gehen, wenn gezeigt wird, dass Apple die eigenen Apps nicht genauso behandelt.» Bisher seien allerdings keine entsprechenden Beschwerden eingegangen. Eine Stellungnahme von Apple lag zunächst nicht vor.

Apple hatte im Juni angekündigt, dass Nutzer seines Smartphone-Betriebssystems iOS in Zukunft ausdrücklich zustimmen müssen, bevor ihre Daten über Apps und Webseiten hinweg zusammengetragen werden können. Werbeexperten gehen davon aus, dass die meisten Nutzer dies ablehnen werden. Facebook läuft gegen die Pläne Sturm und hat sie in ganzseitigen Zeitungsanzeigen kritisiert.

Das soziale Netzwerk spricht von wettbewerbsfeindlichem Verhalten, da Apples eigene Werbeplattform ausgenommen sein werde (persoenlich.com berichtete). Der iPhone-Hersteller widerspricht dem und erklärte, auch die eigenen Entwickler müssten sich der Vorgabe unterwerfen. Allerdings zeichne Apple das Verhalten seiner Nutzer nicht auf diese Weise auf. (sda/reu/eh)



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