11.05.2022

Sunrise UPC

Mit Schwung ins Jahr gestartet

Der Gewinn im ersten Quartal ist dank den Synergien aus der Fusion von Sunrise und UPC kräftig gewachsen. Und der Bezahlsender MySports hat neue TV-Partner für die National League.
Sunrise UPC: Mit Schwung ins Jahr gestartet
Das stärkste Wachstum gab es bei den Firmenkunden. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Sunrise UPC hat zum Jahresstart einen Gang höher geschaltet. Der Gewinn ist dank den Synergien aus der Fusion von Sunrise und UPC kräftig gewachsen. Und der Bezahlsender MySports hat neue TV-Partner für die Eishockeymeisterschaft ins Boot geholt.
Das Nachsehen hat SRF.

Live-Spiele der regulären Saison und der Playoffs seien im Free-TV künftig auf TV24, Léman Bleu und Teleticino zu sehen, teilte MySports am Mittwoch in einem Communiqué mit: «Die Fans profitieren durch die Partnerschaften von mehr Spielen im Free-TV, mehr digitalen Angeboten und mehr Inhalten auf mehr Kanälen.»

Anfang März hatte Sunrise UPC bekannt gegeben, für die Eishockeymeisterschaft das Aargauer Medienhaus CH Media und die Blick-Gruppe als Partner ins Boot geholt zu haben. Der CH Media-Sender TV24 war bereits Partner von MySports und hat ein Eishockeyspiel pro Woche übertragen, und zwar nur während der regulären Saison, aber nicht in den Playoffs. In den Ausscheidungsspielen nach der regulären Saison kam bisher SRF zum Handkuss.

Dies ändert sich ab der nächsten Saison. SRF ist nun draussen. «Wir sind noch in Diskussionen mit der SRG über eine Highlight-Berichterstattung in einem zweiten Ausstrahlungsfenster», sagte Sunrise UPC-Chef André Krause im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP. Live-Spiele gebe es allerdings keine mehr auf SRF.

«Wir hatten auch ein Angebot an SRF gemacht. Das war aber nicht attraktiv genug», sagte Krause. SRF habe eher Interesse an dem Gesamtsendepaket gezeigt. «Das war aber nicht mehr möglich. Insofern konnten wir uns nicht einigen. Und so sind die kleinen Sendergruppen hier zum Zug gekommen», sagte der Chef des zweitgrössten Schweizer Telekomkonzerns.

Zwangswerbung oder höhere Preise

Neuerungen stehen auch den anderen TV-Kunden von Sunrise UPC ins Haus. Im zweiten Halbjahr rechnet Krause mit der technischen Umsetzung des neuen Tarifs im Fernsehgeschäft (GT12) aus der Einigung der Telekomanbieter mit den TV-Sendern und Werbevermarktern. Der Tarif wäre eigentlich auf Anfang Jahr in Kraft getreten.

Das bedeutet, dass die Zuschauer beim zeitversetzten Fernsehen entweder Zwangswerbung beim Überspulen der Werbeblöcke schauen müssen. Oder die Zuschauer müssen mehr bezahlen, wenn sie wie bisher bei der Unterbrecherwerbung vorwärtsspulen wollen.

Gewinne sprudeln

Im ersten Quartal ist Sunrise UPC weitergewachsen und hat operativ kräftig mehr verdient. Der Umsatz stieg um 1 Prozent auf 758,7 Millionen Franken. Der segmentbereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) kletterte gar um 9,6 Prozent auf 278,2 Millionen Franken.

Das überdurchschnittliche Gewinnwachstum sei zu 70 bis 80 Prozent den Synergien aus der Fusion von Sunrise und UPC zu verdanken, sagte Krause. Der Rest komme aus dem Wachstum aus eigener Kraft. «Die Nachfrage nach unseren Angeboten ist weiterhin solide.» Das stärkste Wachstum gab es bei den Firmenkunden, wo der Umsatz um über 10 Prozent zulegte. Auch im Mobilfunk stieg der Umsatz um 3,6 Prozent. Dagegen gab es einen Knick von 5 Prozent bei den Festnetz-Privatkunden. Dieser sei auf den starken Wettbewerb und den Preisdruck zurückzuführen, hiess es.

Die Fusion von Sunrise und UPC sei zu drei Vierteln vollzogen. Bis Ende Jahr oder Anfang nächsten Jahres wolle man noch eine Reihe von internen IT-Systemen zusammenlegen. «Ich glaube, dass wir Anfang nächsten Jahres bis Mitte nächsten Jahres alle Integrationsarbeiten abgeschlossen haben werden», sagte Krause. (pd/mj)

 



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