10.05.2020

Sunrise

Olaf Swantee wechselt in Privat-Equity

Der abtretende Chef wechselt trotz laufendem Vertrag zur New Yorker Finanzfirma Warburg Pincus.
Sunrise: Olaf Swantee wechselt in Privat-Equity
Olaf Swantee an einem Medienanlass im Jahr 2018. (Bild: Keystone)
Der ehemalige Sunrise-Chef Olaf Swantee hat bereits wieder einen neuen Job. Er arbeitet als strategischer Berater bei der New Yorker Privat-Equity-Firma Warburg Pincus. Dies vermeldet die NZZ am Sonntag. An der Spitze des Unternehmens, das Firmen aufkauft, saniert und anschliessend wieder abstösst, steht der frühere US-Finanzminister Timothy Geithner. 

«Mein Vertrag bei Sunrise läuft noch bis Ende Juli, aber es war von Anfang an abgemacht, dass ich André Krause (sein Nachfolger) primär bis zur Generalversammlung unterstütze», so der Holländer gegenüber der Zeitung. «Die Stelle bei Warburg Pincus habe ich natürlich in Absprache mit dem Sunrise-Verwaltungsrat angenommen.»
Rückkehr als CEO?
Er unterstütze Warburg Pincus bei ihren Telekomprojekten in Europa. Dabei stehe aber – gemäss Swantee – die Schweiz nicht im Fokus. Diese Bemerkung komme nicht von ungefähr, mutmasst die NZZ am Sonntag, da UPC Schweiz, der Konkurrent, den Swantee mit Sunrise schlucken wollte, weiterhin auf dem Markt sei. Da weder Swisscom noch Salt als Käufer in Frage kämen, sei der nächste Eigentümer von UPC möglicherweise eine Privat-Equity-Firma.

Mit grösster Sicherheit, so die Zeitung, würde Warburg Pincus, bei einer möglichen Übernahme von UPC «
ziemlich sicher Swantee als CEO in Position bringen wollen» – selbst wenn dieser nicht direkt in die Übernahmeverhandlungen involviert wäre. Swantee gilt als Telekommunikationsspezialist: So war er nicht nur bei Sunrise, sondern auch bei der britischen Telekomfirma EE Limited erfolgreich. (ma)



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