17.10.2021

Swisscom

Outsourcing ruft Parlamentarier auf den Plan

Der Telekom-Anbieter lagert ab Frühjahr 2022 testweise 45 Callcenter-Arbeitsplätze in den Kosovo aus.
Swisscom: Outsourcing ruft Parlamentarier auf den Plan
Der Entscheid der Swisscom, 45 Callcenter-Arbeitsplätze testweise in den Balkanstaat zu verlagern, stösst auf Kritik bei Politikern. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Über den Pilotversuch der Swisscom, 45 Callcenter-Arbeitsplätze in den Kosovo auszulagern, hatte als erstes Medium 20 Minuten berichtet. Das Vorgehen des Telekomkonzerns, der mehrheitlich dem Bund gehört, ruft nun die Politik auf den Plan. Das Thema soll am 25. Oktober in der nationalrätlichen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen diskutiert werden, wie deren Präsident Michael Töngi (Grüne/LU) zu SonntagsBlick sagte. Gemäss einem Swisscom-Sprecher sind von der Verlagerung keine eigenen Mitarbeitenden betroffen, sondern Angestellte eines langjährigen Outsourcing-Partners in der Schweiz.

Trotzdem stösst dieser Entscheid bei Parlamentariern auf Kritik. «Ein bundesnaher Betrieb hat eine gewisse Verpflichtung gegenüber der Schweiz», lässt sich etwa Nationalrat Martin Candinas (Mitte/GR) im SoBli zitieren. Der Bündner ist überzeugt: «Wenn die Swisscom im Kosovo geeignete Callcenter-Mitarbeiter findet, würde sie diese auch in der Surselva, im Oberwallis oder Toggenburg finden. Das wäre sinnvolle Standortförderung.» (sda/tim)



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