In Europa werden immer weniger PCs verkauft. Neue mobile Geräte wecken mehr Interesse bei Nutzern, die ständig im Internet sein wollen. Doch die Verkäufe ziehen nicht an.
Um ganze 21,1 Prozent sackte der Markt im zweiten Quartal in Westeuropa ab, wie aktuellen Zahlen des Marktforschers IDC zeigen. Infolge der schwierigen Wirtschaftslage sei der Markt in Südeuropa von der Talfahrt am stärksten betroffen. In Spanien etwa fiel der Absatz von Desktop-Rechnern und Laptops um satte 43,7 Prozent.
Weltweit hatten die Marktforschungsfirmen IDC und Gartner vergangene Woche einen Rückgang von elf Prozent errechnet. Händler hätten zunächst ihre Bestände abverkauft. Auch im Juni, in dem traditionell viele Kunden für den anstehenden Schulanfang neue Hardware kaufen, habe es keine Erholung gegeben, erklärte Chrystelle Labesque von IDC.
Neue Formfaktoren bei mobilen Computern, die Entwicklung Sozialer Netzwerke und der Internet-Infrastruktur habe das Nutzungsverhalten deutlich verändert, erklärte IDC-Analyst Maciej Gornicki. Nutzer setzten eher auf mobile Geräte, mit denen sie immer im Internet unterwegs sein könnten.
Auch wenn Hybrid-Geräte und ultradünne Notebooks mit Touch-Bildschirmen das Interesse der Kunden weckten, sei der Verkauf schwach gewesen. Vielen Konsumenten seien die Geräte noch zu teuer. Auch Unternehmen zögerten ihre Entscheidung vielfach hinaus. (sda/dpa)

