Dem Internet-Unternehmer Kim Dotcom werden in den USA Urheberrechtsverletzungen im grossen Stil bei seiner Daten-Plattform Megaupload vorgeworfen. Nun hat er zu seiner Verteidigung einen ausführlichen Bericht im Internet veröffentlicht.
In dem 48 Seiten langen Papier wirft er den US-Behörden unter anderem vor, die Interessen gesetzestreuer Privatnutzer des vor mehr als einem Jahr geschlossenen Speicherdienstes missachtet zu haben.
Ausserdem sei Megaupload für Urheberrechtsverletzungen von Kunden haftbar gemacht worden, argumentierte Dotcom am Dienstag.
Die USA fordern die Auslieferung Dotcoms, der in Deutschland zuvor unter seinem früheren Namen Kim Schmitz bekannt geworden war. Es ist ein kompliziertes Verfahren, unter anderem weil er gesetzwidrig vom neuseeländischen Geheimdienst überwacht worden war.
Sollte Schmitz vor ein US-Gericht gestellt werden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Laut US-Ermittlern soll Megaupload Urhebern einen Schaden von einer halben Milliarde Dollar zugefügt haben.
Dotcom startete unterdessen Anfang dieses Jahres seine nächste Datenplattform Mega. (sda)
07.05.2013
Kim Dotcom
Verteidigt sich mit Online-Papier gegen US-Vorwürfe
Mit 48 Seiten zum Gegenschlag ausgeholt.
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