Was ein Google-Klick in der Schweiz kostet

Google Ads - In 31 von 38 Branchen ist ein Klick bei Google Ads in der Schweiz teurer als in Deutschland, im Median um das 1,4-Fache. Das zeigt eine private Auswertung von Daten aus Googles eigenem Planungswerkzeug. Am teuersten sind Klicks für Business-Software, am günstigsten bei der Wohnungssuche.

Was Google in der Schweiz mit Werbung einnimmt, erfasst die Werbestatistik nicht, weil sich die internationalen Plattformen nicht an der Erhebung beteiligen. Eine Expertenschätzung beziffert deren Werbeeinnahmen auf 2,1 bis 2,5 Milliarden Franken (persoenlich.com berichtete). Was ein einzelner Klick kostet, zeigt nun eine Auswertung der Website Marketing-Rechner.

Grundlage sind 2008 Suchbegriffe aus dem Keyword Planner von Google Ads, zusammengefasst zu 38 Branchen. Für die Schweiz, Deutschland und Österreich wurden sie am selben Tag abgefragt. Am teuersten ist ein Klick in der Schweiz bei Software und SaaS für Unternehmen mit 15.02 Franken im Median. Es folgen Marketing- und Webagenturen mit 12.99 Franken, IT-Dienstleistungen mit 10.72 Franken und Versicherungen mit 9.90 Franken. Am günstigsten ist die Wohnungs- und Haussuche mit 38 Rappen. Über alle Branchen liegt der Median bei 1.90 Franken.

Am grössten ist der Abstand zu Deutschland bei Klimageräten sowie bei Mode und Schuhen: Dort kostet ein Klick in der Schweiz mehr als das Doppelte. Günstiger als im Nachbarland sind Klicks in sieben Branchen, darunter Energie, Immobilien, Software und Personalvermittlung. Österreich liegt in 28 von 38 Branchen unter dem deutschen Niveau.

Die Werte sind Jahresmittel von September 2025 bis August 2026 und Schätzungen von Google über alle Werbetreibenden, keine tatsächlich bezahlten Preise. Erfasst sind nur deutschsprachige Suchen, für die Schweiz also im Wesentlichen die Deutschschweiz. Weil die Auswertung die meistgesuchten Begriffe einer Branche nimmt, beschreibt sie den Breitenmarkt, nicht teure Nischen.

Hinter der Auswertung steht Reto Pontoni aus Seuzach. Er führt ein Grosshandelsunternehmen und schaltet dessen Google-Ads-Kampagnen selbst. Seine Website betreibt er allein, sie soll sich nach eigenen Angaben über Werbung finanzieren. Die Datenschutzerklärung nennt dafür Googles Anzeigendienst AdSense. Die Messung soll vierteljährlich wiederholt werden, die Rohdaten sind unter einer freien Lizenz verfügbar. (cbe)