Frau Engetschwiler, was erwartet uns am diesjährigen Schweizer Digitaltag?
Wie jedes Jahr hat der Digitaltag für alle etwas zu bieten. Das Programm ist vielfältig. Zum einen laufen auf zwei Kanälen insgesamt 18 Stunden Livestream-Programm, zum anderen können in allen Sprachregionen Veranstaltungen vor Ort besucht werden. In Zürich können Besucherinnen und Besucher über «Ethik der künstlichen Intelligenz» diskutieren, derweil sie in Aarau mit Minecraft ihre eigenen Welten erschaffen können. In Thun diskutieren Experten über die neusten Trends im E-Sport und Gaming, und in Luzern startet der Zentralschweizer Digitaltag im Verkehrshaus. Das Internationale Filmfestival Genf beschäftigt sich mit der Frage «Was bleibt von der Realität?»
Was können Sie zum Livestream sagen?
Das Livestream-Programm beginnt frühmorgens um 8 Uhr und läuft bis am Abend. Der erste Beitrag startet mit der Eröffnung des Digitaltags und bietet über Mittag eine Sendung zur digitalen Epidemiologie mit Marcel Salathé oder ein Panel zur Zukunft der Schule in der digitalen Gesellschaft. Am Abend stehen Beiträge zu den Europäischen Digitaltagen auf dem Programm. Der Schweizer Digitaltag folgt auf eine bereits erfolgreiche sechswöchige Vorbereitungsphase, die am 29. September begann (persoenlich.com berichtete).
Sie erwähnten einige Orte. An welchen Standorten finden überall Veranstaltungen statt?
Die Bevölkerung kann an über 150 Events an mehr als 30 Austragungsorten sowie online am Digitaltag teilnehmen. Von Aarau, Bellinzona, Lausanne, Sierre bis Thun und vielen mehr ist das Angebot landesweit. Sowohl das physische als auch das Onlineprogramm ist unter digitaltag.swiss verfügbar.
«Insgesamt unterstützen mehr als 148 Partner den Digitaltag»
Wie viele Unternehmen sind involviert?
Insgesamt unterstützen mehr als 148 Partner aus dem Bildungs-, privaten und öffentlichen Sektor den Digitaltag. Jedes Jahr stossen noch mehr dazu – diese Entwicklung ist erfreulich. Besonders wertvoll ist unser neuer Sustainability Partner, mit dem wir den Digitaltag CO2-neutral machen möchten.
Im Gegensatz zu anderen Jahren finden viele Veranstaltungen nicht mehr physisch, sondern digital statt. Was ist der Grund dafür?
Mit dem Hybridkonzept hatten wir bereits im letzten Jahr guten Erfolg. So sind die Besucher nicht an einen bestimmten Ort gebunden und können flexibler teilnehmen. Dennoch werden auch weiterhin physische Veranstaltungen durchgeführt, um Menschen zu erreichen, die digitale Angebote eher scheuen oder für die der digitale Zugang schwierig ist. Schliesslich wollen wir alle mit in die digitale Zukunft nehmen. Nicht nur diejenigen, die bereits online sind.
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Credit Suisse Kids Lab. (Bilder: Moritz Schmid) -
Die Zukunft der Bildung gestalten. -
ETH. -
HerHack. -
HerHack.
Welches sind die wichtigsten Botschaften des diesjährigen Digitaltags?
Kern des Digitaltags und der sechswöchigen Vorbereitungsphase (siehe Galerie oben) ist die Stärkung der digitalen Kompetenzen aller. Der Digitaltag fördert dies mit einer Vielzahl von Angeboten. Skills können vertieft oder neu entwickelt werden, denn digitale Kompetenzen sind eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe an der digitalen Welt.
«Jedes Jahr erreichen wir mehr und mehr Menschen»
Wie hoch ist das Budget des diesjährigen Digitaltags?
Wir bewegen uns im sechsstelligen Bereich.
Wie viele Personen wollen Sie mit Ihren Veranstaltungen erreichen?
Jedes Jahr erreichen wir mehr und mehr Menschen und der Wiedererkennungswert steigt stetig an. Ziel ist es, die gesamte Schweiz wie am 1. August zu vereinen und zu erreichen. Doch dafür braucht es noch ein paar Jahre.