29.09.2021

Digitaltag

Startschuss für das sechswöchige Warm-up

Ab sofort bis zum Digitaltag vom 10. November stehen schweizweit über 600 kostenlose Veranstaltungen zur Auswahl. Es gibt zahlreiche Höhepunkte wie beispielsweise der Hackathon «herHack 20.21». Ausgedient hat hingegen der VIP-Sonderzug von Bern nach Zürich.
Digitaltag: Startschuss für das sechswöchige Warm-up
Was wünschst du dir von der digitalen Zukunft? Dieser Frage kann die Schweizer Bevölkerung am fünften Schweizer Digitaltag auf den Grund gehen. (Bild: Digitalswitzerland)

Das sechswöchige Digitaltag-Programm hat gestartet. Über 600 kostenlose Veranstaltungen stehen bis zum Digitaltag vom 10. November zur Auswahl. Bürgerinnen und Bürger können sich in Diskussionen über die Digitalisierung einbringen, ihre digitalen Kompetenzen stärken und ihr Bewusstsein für digitale Veränderungsprozesse schärfen.

Einer der Höhepunkte vergangener Digitaltage war jeweils ein VIP-Sonderzug von Bern nach Zürich. 2019 fuhr dieser zum letzten Mal, 2020 wurden der Pandemie wegen viele Anlässe online durchgeführt. In diesem Jahr fährt der Digitalzug nur noch aufs Abstellgleis. «Wir haben angefangen mit ganz wenigen Standorten – der Hauptstandort war Zürich», so Marc Walder, Gründer von Digitalswitzerland, an einer virtuellen Medienkonferenz vom Mittwoch. «Mittlerweile hat sich der Digitaltag regionalisiert, so dass es diesen Zug nicht mehr braucht», sagte Walder auf eine Frage von persoenlich.com.

Schweiz ist digital wettbewerbsfähig

Die Schweiz gehört weiterhin zu den digital wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Der am Mittwoch vom World Competitiveness Center des Institute for Management Development (IMD) veröffentlichte Bericht «Digital Competitiveness Ranking» zeigt, dass die Schweiz ihren sechsten Platz unter 64 Ländern behaupten konnte. Die Schweiz steht unter anderem in der Wahrnehmung der globalen Wirtschaft an der Spitze, weil sie hochqualifizierte ausländische Talente anzieht und international erfahrene Manager beschäftigt. Ausserdem gehört sie zu den wenigen Ländern der Welt, die auf dem Kredit-Rating-Index des IMD, der Ratings und Prognosen von Fitch, Moody's und S&P kombiniert, die volle Punktzahl erreichen.

«Die digitale Transformation der Schweiz ist im Gange und hat tiefgreifende Auswirkungen auf den nationalen Wohlstand und die wachsende Prosperität», wird Arturo Bris, Director des World Competitiveness Center des IMD, in einer Mitteilung zitiert. «Der Erfolg hängt stark vom Vertrauen der Öffentlichkeit in die gesellschaftlichen und institutionellen Führungskräfte ab, die diesen Prozess vorantreiben. Diese Studie ist Teil unserer Bemühungen, ein breiteres Verständnis und eine qualitativ verbesserte öffentliche Debatte zu fördern.»

Europaweite Digitaltage

Neben der Schweiz (10. November) finden die Digitaltage auch in Schweden (15. Oktober), Serbien, der Ukraine (28. bis 29. Oktober), Polen (1. bis 10. Oktober), Liechtenstein (6. November), Wien (18. bis 19. Oktober) und Italien (10. bis 13. November) statt. Digitalswitzerland hat diese Länder und Städte inspiriert, ebenfalls einen nationalen Digitaltag durchzuführen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die im vergangenen Jahr gegründete Allianz lasse auf die gemeinsame Absichtserklärung bereits Taten folgen. Sämtliche Teile der europäischen Gemeinschaft sollen gemeinsam die Chancen und Herausforderungen des digitalen Wandels mit einer gestärkten Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit meistern.

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«Das übergeordnete Ziel der europäischen Allianz, die vom Digitaltag Schweiz ins Leben gerufen wurde, ist ein Europa, in dem Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielt», wird Marc Walder in der Mitteilung zitiert. «Sie will die Öffentlichkeit länderübergreifend in den Diskurs über digitale Themen einbinden, digitale Kompetenzen stärken, die digitale Affinität in ganz Europa fördern und eine qualifizierte Arbeitnehmerschaft der Zukunft aufbauen.»

155'300 Arbeitnehmende stärken ihre digitalen Skills

Die Arbeitswelt ist einem ständigen Wandel unterworfen, und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von heute haben nie ausgelernt. Wissen und berufliche Fähigkeiten müssen während der gesamten beruflichen Laufbahn kontinuierlich erweitert werden. Diese Haltung hat mit der Digitalisierung zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Im Rahmen des Schweizer Digitaltags haben sich 44 Organisationen verpflichtet, zwischen einer Stunde und vier Stunden Weiterbildungszeit für alle oder eine ausgewählte Gruppe von Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen.

«Chancen und Dringlichkeit für Digitalisierung sind durch die Pandemie massiv gestiegen», so Patrick Warnking, Country Director von Google Schweiz. «Priorität hat die Verantwortung für die Menschen und ihr Wohlbefinden. Technologie hilft mit neuen Werkzeugen für bessere Zusammenarbeit und Kommunikation. Damit sind der Bedarf für Nachwuchs und Training gestiegen. Die Angebote rund um den Digitaltag bieten eine Vielzahl von Optionen. Lebenslanges Lernen investiert in die Mitarbeitenden und in innovative Lösungen für Unternehmen. So halten wir gemeinsam die Schweiz wettbewerbsfähig und erfolgreich.»

Ein Hackathon von und für Frauen

Die Förderung von Frauen in technischen Berufen ist auch für die Schweiz ein zunehmend relevantes Thema. Insbesondere Talente spielen eine wichtige Rolle, damit die Schweiz als führender digitaler Innovationsstandort an der Spitze bleibt. Der Digitaltag-Hackathon «herHACK 20.21», der mit Amazon Web Services (AWS) und Cognizant realisiert wird, setzt sich für die Förderung von Frauen in Tech-Berufen ein. Mit 250 Frauen findet Anfang November der grösste Frauen-Hackathon der Schweiz statt. In 36 Stunden wird eine Nachhaltigkeitsidee mit Bezug zu den Sustainable Development Goals (SDG) der UN-Agenda 2030 umgesetzt.

Yvonne Bettkober, Country Leader für AWS Schweiz: «Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz wird in Zukunft verstärkt von der Verfügbarkeit von Fachkräften abhängen – insbesondere aus Technologie und Wissenschaft. Weibliche Fachkräfte stellen hier ein nicht ausgeschöpftes Potenzial dar. Es ist noch einiges zu tun, um sowohl die Rahmenbedingungen für Frauen zu verbessern als auch geschlechtsspezifische Vorbehalte zu verändern. Wir freuen uns, Initiativen wie diese zu unterstützen, um mehr Frauen zu ermutigen, eine MINT-Laufbahn einzuschlagen und ihren Beitrag zur Innovationskraft der Schweiz zu leisten. Wir hoffen hiermit ein Zeichen zu setzen, um die Unterrepräsentanz von Frauen in der Tech-Branche zu reduzieren und die Attraktivität einer technischen Berufslaufbahn aufzuzeigen.»

Eine Übersicht sämtlicher Präsenz- und Online-Events während der sechs Wochen vor dem Digitaltag finden Sie unter digitaltag.swiss. Die Veranstaltungen sind alle kostenlos, eine Anmeldung ist in der Regel erforderlich. (pd/cbe)



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