05.05.2022

Lex Netflix

Zürcher Filmstiftung unterstützt Filmgesetz

«Das Filmschaffen ist für Zürich kulturell und wirtschaftlich bedeutend», so Stadtpräsidentin Corine Mauch.
Lex Netflix: Zürcher Filmstiftung unterstützt Filmgesetz
Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, hier am Zurich Film Festival 2021, setzt sich für das Filmschaffen ein. (Bild: Keystone/Ennio Leanza).

Die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr sagt: «Wir wollen auch in zehn Jahren noch sagen können: Kleines Land, grosse Vielfalt.» Die Zürcher Filmstiftung teilt die Ansicht der beiden Stiftungsrätinnen Fehr und Mauch, dass alle in der Schweiz tätigen Auswertungsunternehmen der audiovisuellen Industrie verpflichtet werden sollten, einen gleichen Prozentsatz ihrer inländischen Einnahmen in die Schweizer audiovisuelle Produktionslandschaft zu reinvestieren.

«Nicht nur satte Gewinne einstreichen sollen Netflix und Co und ausländische Fernsehstationen, sondern als Ausgleich bescheidene Investitionen in den Schweizer Film tätigen: nehmen und geben», lässt sich der ehemalige Stadtpräsident von Winterthur und Stiftungsrat Ernst Wohlwend in einer Mitteilung zitieren.

Das Gesetz stärke den Standort, denn durch das Filmschaffen würden ebenso der Tourismus, die Hotellerie, Gastronomie und viele KMUs in der Region profitieren. Daher findet auch Produzent und ebenfalls Mitglied des Stiftungsrats Simon Hesse: «Profitieren werden alle Beteiligten.»

Die Stiftung teilt diese Meinung. Auch die zentrale Bedeutung des Kinos wird durch das revidierte Gesetz nicht hinterfragt, heisst es weiter. Vielmehr werden der heimischen Film- und audiovisuellen Produktion zusätzliche Auftraggeber erschlossen, welche für ihr jeweiliges Angebot passende Inhalte nachfragen werden. Filme mit einer primären Auswertung im Kino werden weiterhin entstehen.

«Ein Ja an der Urne ist für die Filmstiftung eine wertvolle Chance und kostet die Wahlberechtigten nichts», heisst es in der Mitteilung. Ein Ja zum Filmgesetz bedeute mehr Möglichkeiten für die Filmschaffenden, zum Beispiel technisch aufwendigere Schweizer Serien und Filme zu produzieren. Streamingunternehmen als neue Akteure würden zu mehr Diversität und Innovation auch im Schweizer Filmschaffen führen. Daher unterstütze die Stiftung die von der Schweizer Regierung und dem Parlament vorgeschlagene Änderung des Filmgesetzes.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 unterstützt die Filmstiftung das Filmschaffen in der Region, wie es weiter heisst. Als eine der laut eigenen Angaben «wichtigsten regionalen Filmförderungen in der Schweiz» setze sie sich dafür ein, dass das Schweizer Kino, seine Filme und Talente als Teil der Schweizer Kultur in ihrer Vielfalt unterstützt werden. (pd/cbe)



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