22.01.2017

Samstigs-Jass

160 Beschwerden wegen falsch gespielter Karte

Die Sendung von vorletzter Woche sorgte beim Schweizer Fernsehen für viel Wirbel.
Samstigs-Jass: 160 Beschwerden wegen falsch gespielter Karte

Eine nicht gespielte Jasskarte sorgt für Aufregung beim Schweizer Fernsehen, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. In der Sendung «Samschtig-Jass» von vorletzter Woche spielte Telefon-Jasserin Belinda Rohrer beim drittletzten Stich die Schaufel zehn aus. Kandidat Marco Imhof verwarf das Herz-Ass – obwohl er noch die Schaufel sechs in der Hand hielt. Eine offensichtliche Regelwidrigkeit.

Beim «Differenzler», der beim «Samschtig Jass» gespielt wird, muss immer die Farbe angegeben werden. Moderatorin Monika Fasnacht und die Mitspieler am Jasstisch merkten nichts. Schiedsrichter Dani Müller liess weiterspielen. Bis vorgestern Freitag gingen gemäss einer Sprecherin 160 Beschwerden beim Schweizer Fernsehen ein. Es stellt sich die Frage, ob Marco Imhof absichtlich die falsche Karte spielte, um so nahe wie möglich an seine angesagte Punktzahl zu kommen, oder ob es sich um ein Versehen handelte.

Imhof selber wollte sich auf Anfrage nicht äussern. Bei SRF verzichtet man auf eine Wiederholung der Jassrunde. Die Redaktion rechnete nachträglich aus, dass die falsch gespielte Karte keinen Einfluss auf das Endresultat hatte und auch den restlichen Spielverlauf nicht beeinflusst hat. «Dass wir diesen Fehler nicht bemerkt haben, müssen wir natürlich auf unsere Kappe nehmen und bitten dafür um Entschuldigung», schreibt die Redaktion auf ihrer Webseite. (SoZ/wid)


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