26.02.2019

Schweizer Filmpreis

Beki Probst wird mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Die Bernerin ist laut dem Bundesamt für Kultur «eine prägende Figur der Schweizer Kinolandschaft».
Schweizer Filmpreis: Beki Probst wird mit Ehrenpreis ausgezeichnet
Beki Probst wurde 2018 bereits mit der «Berlinale Kamera» ausgezeichnet. (Bild: Keystone/DPA/Maurizio Gambarini)

Sie führte die Berner Arthouse-Kinokette Quinnie, wirkte an weltweiten Filmfestivals mit und gründete den Branchentreff European Film Market: Nun zeichnet das Bundesamt für Kultur (BAK) die Bernerin Beki Probst für ihre Verdienste mit dem «Quartz»-Ehrenpreis aus.

Probst sei «eine Kulturvermittlerin von internationalem Format und eine prägende Figur der Schweizer Kinolandschaft», schreibt das BAK am Dienstag in einer Medienmitteilung. Dotiert ist der Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises mit 30'000 Franken. Bereits an der Berlinale 2018 war Probst mit einem Ehrenpreis, der «Berlinale Kamera», ausgezeichnet worden.

Vor ihrem Engagement für den Film studierte Probst in Istanbul Rechtswissenschaften und Journalismus. 1960 siedelte sie in die Schweiz um, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann die Berner Kinokette Quinnie führte. Unter anderem setzte sie sich dafür ein, dass Filme in der untertitelten Originalfassung gezeigt werden – was auch Programm ist in den Quinnie-Kinos.

An zahlreichen internationalen Festivals wirkte Probst mit, sei es als Mitglied der Auswahlkommission wie am Filmfestival in Locarno oder als Jurymitglied wie in Toronto oder San Sebastián.

1988 baute sie in Berlin den Branchentreff European Film Market (EFM) auf. Unter ihrer Leitung sei der EFM zum grössten und wichtigsten Treffen der europäischen Filmbranche geworden, schreibt das BAK weiter. Erst im vergangenen Jahr gab Probst das EFM-Präsidium ab.

Die Verleihung der Schweizer Filmpreise «Quartz» findet am 22. März in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset in Genf statt. In den vergangenen Jahren ging der Ehrenpreis etwa an den jüngst verstorbenen Schauspieler Bruno Ganz (2017) oder an Regisseur Jean-Luc Godard (2015). (sda/cbe)

 



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