06.11.2025

L'ultim Rumantsch

Der Kampf um die Medien-Dynastie

Am 12. November wird auf SRF zwei die zweite Staffel der RTR-Serie «L'ultim Rumantsch» in Filmlänge gezeigt.
L'ultim Rumantsch: Der Kampf um die Medien-Dynastie
Annina Hunziker spielt die Hauptrolle der Ladina Cadonau Durisch, die mit ihrer Zeitung «L'ultim Rumantsch» dunkle Familiengeheimnisse aufdeckt. (Bild: Screenshot Radiotelevisiun Svizra Rumantscha)

Im Mittelpunkt der zweiten Staffel von «L'ultim Rumantsch» stehen die Streitigkeiten der Familie Durisch, die das grösste Medienhaus Graubündens führt. Während Gion und Andrietta versuchen, die Übernahme ihrer «Medias Grischunas» durch einen ausländischen Medienkonzern zu verhindern, bringt Ladina dunkle Familiengeheimnisse ans Licht. Gemeinsam mit Corsin, dem ehemaligen Chefredakteur der «Posta», beginnt sie Recherchen, die sie bis nach Genua führen.

«Wir haben uns beim Schreiben nicht an der Familiengeschichte Lebrument orientiert», sagte Regisseur Adrian Perez im persoenlich.com-Interview zur ersten Staffel. «Es ist historisch gewachsen, dass Verlage häufig familiengeführt sind – hierzulande, aber auch in Deutschland. Und meistens stand ein Mann, ein Patron, an der Spitze. Darauf basiert die Story.»

Die Hauptrollen spielen Annina Hunziker als Ladina und Marietta Jemmi als Andrietta Cadonau. Marco Luca Castelli spielt Gion Durisch und Noam Jenal ist Corsin. Weitere Rollen spielen Andreetta Nogler, Felicitas Heyerick, Catriona Guggenbühl, Gina Estrada, Tim Theus und Nikolaus Schmid.

Die Serie wird von Sophie Toth und Aminta Iseppi von Shining Nice aus Zürich in Koproduktion mit Manuel Sieber von Schau GmbH aus Chur produziert. Regie führt Adrian Perez, Kamera ist Aaron Markus Graf. Die Drehbücher wurden im Writer's Room von Adrian Perez, Jen Ries und Simon Nagel entwickelt.

Alle Episoden der zweiten Staffel von «L'ultim Rumantsch» sind ab dem 12. November in Filmlänge auf SRF zwei und als Serie auf Play RTR und Play Suisse zu sehen. Die Serie hat deutsche Untertitel. RTS zeigt die Serie am 25. November und RSI am 19. Dezember. (pd/cbe)


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KOMMENTARE

Catrin Canxdreia
04.12.2025 21:23 Uhr
Ich vermisse sowas wie TV-Kritik.» L'ultim Rumantsch « wird höflich zur Kenntnis genommen, ein bisschen beschrieben und beiläufig für irgendwie gut befunden. Die Deutschschweizer wollen sich nicht dazu äussern, weil sie keine Rätoromanen sind und nichts von Graubünden verstehen. Und die Bündner äussern höchstens hinter vorgehaltener Hand ihre Bedenken, denn niemand will als Nestbeschmutzer dastehen. Die Medien sind geschickterweise ja sowieso involviert und werden sich nicht selber kritisieren. Eine verwirrende Gemengelage. Und dabei geht es doch bei dieser Serie auch um Gebührengelder, es geht um ein Stückchen Schweizer Identität und es geht darum, ob sich in dieser Serie ein bisschen Wirklichkeit spiegelt. Warum schreibt niemand, dass es die in dieser Serie verhandelten Konflikte (bis auf den Verlagsdirektor und seine kriselnde Zeitung) gar nicht gibt. Die Storys, die da recherchiert werden, sind vollkommen wirklichkeitsfremd und läppisch. Und dann wird alles noch mit Sound, Schnitt und Licht auf eine Weise aufgeplustert, die diese dürre Handlung niemals füllen kann. Warum gibt es keine Debatte darüber? Ist das alles schon so egal, dass es eh niemanden mehr interessiert?
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