Einstiger Ringier-Kronprinz verkauft jetzt T-Shirts

Robin Lingg - Robin Lingg hat sich von der Medienbranche verabschiedet. In Zürich eröffnet er den ersten Laden eines mexikanischen Modelabels in Europa. Der Neffe von Michael Ringier lebte mehrere Jahre in Mexiko.

Am 1. November öffnet an der Torgasse 6 in der Zürcher Altstadt ein Geschäft für Streetwear der mexikanischen Marke Ay Güey, ein Onlineshop startet bereits am 26. Oktober. Das schreibt Lingg in einem schriftlich geführten Interview mit dem Zürcher Altstadt-Kurier. Er bezeichnet das Geschäft als «mein absolutes Passion-Projekt».

Lingg begründet sein Engagement mit seiner Faszination für Lateinamerika. Es erfülle ihn persönlich, ein kleines Stück mexikanischer Kultur nach Europa zu bringen. Mit Mexiko verbindet Lingg eine längere Geschichte. Von 2009 bis 2013 lebte er im Land, zunächst in einer Führungsposition beim Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. 2011 wurde er Verwaltungsrat bei Ringier, operative Aufgaben im Medienhaus übernahm er erst nach seiner Rückkehr.

Im April hatte der 46-Jährige alle Führungsaufgaben beim Medienhaus abgegeben, zuletzt war er für die Ringier Sports Media Group verantwortlich (persoenlich.com berichtete). Eigentlich hätte der Neffe von Michael Ringier diesem als Verwaltungsratspräsident nachfolgen sollen. CEO Marc Walder bestritt danach in der NZZ am Sonntag, dass es sich um einen Bruch handle. Lingg bleibt Ankeraktionär des Familienunternehmens. (nil)