04.04.2026

Ringier

Walder erklärt Ausscheiden von Lingg

In der NZZ am Sonntag äussert sich Ringier-CEO Marc Walder erstmals zu den Gründen, warum Robin Lingg das Unternehmen verlässt und nicht auf Michael Ringier an der Spitze des Verwaltungsrats folgen wird.
Ringier: Walder erklärt Ausscheiden von Lingg
Ein sehr bewusster Entscheid: Marc Walder zum Ausscheiden von Robin Lingg aus dem operativen Geschäft von Ringier. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Robin Lingg gibt nach 13 Jahren seine operativen Aufgaben beim Medienunternehmen Ringier ab. Der 46-Jährige, der die Gründerfamilie in sechster Generation vertritt, hätte eigentlich Michael Ringier als Präsident des Verwaltungsrats ablösen sollen. Dazu kommt es nun nicht (persoenlich.com berichtete)

Ringier-CEO Marc Walder widerspricht in der NZZ am Sonntag der Darstellung, es handle sich um einen Bruch: «Das ist kein Bruch, sondern ein Entscheid, der von Robin Lingg und allen Involvierten sehr bewusst und nach reiflicher Überlegung getroffen wurde.» Lingg habe sich entschieden, künftig eigene Projekte zu verfolgen.

Auf die Frage, ob die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Ringier Sports Media Group (RSMG) Lingg zum Verhängnis geworden sei, verweist Walder auf externe Faktoren. Die schwache Performance der Sportmediengruppe sei nicht auf Linggs Leistung zurückzuführen. «Sondern wegen regulatorischer Einschränkungen im Sportwettenmarkt, einem wichtigen Werbeauftraggeber von Sportmedien», so Walder gegenüber der NZZ am Sonntag.

Walder würdigt Linggs Beitrag zur Ringier-Gruppe: Dieser habe das Afrika-Geschäft aufgebaut, danach das digitale Marktplatz-Geschäft verantwortet und dabei einen entscheidenden Beitrag zur heutigen Swiss Marketplace Group (SMG) geleistet.

Die Zukunft von Ringier als Familienunternehmen sieht Walder nicht gefährdet: Das Unternehmen sei eines der traditionsreichsten Familienunternehmen der Schweiz und daran ändere sich nichts. (nil)


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