Das neue Expertengremium soll künftig bewerten, wie gut ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren Programmauftrag erfüllen. Alle zwei Jahre soll der Medienrat einen Bericht zu Ausgewogenheit, Qualität und Innovationskraft der öffentlich-rechtlichen Medien vorlegen. Die erste Sitzung fand in Weimar statt. Der Medienrat hat seine Geschäftsstelle an der Bauhaus-Universität.
Dem Rat gehören sechs Fachleute an, darunter auch Nathalie Wappler. Sie ist noch bis Ende April Direktorin von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Wappler wurde von der ARD ernannt, wie auch Peter Müller, ehemaliger Bundesverfassungsrichter und saarländischer Ministerpräsident (persoenlich.com berichtete). Das ZDF entsandte Annika Sehl, Professorin für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Deutschlandradio benannte Jeanette Hofmann, Professorin für Internetpolitik an der FU Berlin. Die Regierungschefs der deutschen Bundesländer beriefen Anne Bartsch von der Universität Leipzig und Boris Alexander Kühnle, Rektor der Hochschule der Medien Stuttgart.
«Was wir leisten können, kann Ihnen im Moment niemand sagen», erklärte Peter Müller, ehemaliger Bundesverfassungsrichter, bei der ersten Sitzung. «Wir sehen uns heute das erste Mal», liess sich Müller in der Thüringer Allgemeine zitieren. (nil)

