Der ehemalige Oasis-Sänger Liam Gallagher hat am Dienstag ein Konzert im Zürcher Volkshaus nach nur fünf Liedern abgebrochen. Der Grund dafür ist noch unklar, wie Good-News-Sprecher Marc Reinhardt eine Meldung von Tagesanzeiger.ch/newsnetz bestätigte. Ebenfalls noch unklar ist, ob das Konzert von Gallaghers Band "Beady Eye" wiederholt wird und ob die Tickets ihre Gültigkeit behalten. Man werde informieren, sobald man mehr über den Grund des Konzertabbruchs wisse, sagte Reinhardt.
Bereits im Sommer 2000 am Paléo in Nyon fiel Gallagher - damals noch mit "Oasis" - mit einer ähnlichen Aktion auf: Nachdem Bierbecher auf die Bühne geflogen waren, weigerten sich die Musiker "aus Sicherheitsgründen", weiter aufzutreten. Als ihnen die Veranstalter eine Polizeieskorte verwehrten, kontaktierten die Musiker die britische Botschaft. An einer Medienkonferenz führte der damalige Festivaldirektor Daniel Rossellat den Vorfall auf "eine gewisse Psychose" zurück. Die Gage von 100'000 Dollar, die höchste der damaligen Festivalausgaben, wurde nicht zurückverlangt, da die Veranstalter das juristische Tauziehen scheuten. Der Konzertabbruch von "Oasis" war der erste in der Geschichte des Paléo. (sda)

