Der Name hat zwei Bedeutungen: «Secondo» ist in der Deutschschweiz die gängige Bezeichnung für die Kinder von Migrantinnen und Migranten. Gleichzeitig heisst so der Hauptgang im italienischen Menü. Das Magazin versteht Integration als «Strasse mit Gegenverkehr». «Egal, wo wir leben und wer wir sind: Als Gäste und Gastronomen gemeinden wir uns täglich gegenseitig ein. Beim gemeinsamen Essen erkennen wir uns selbst und einander. Und lernen, beieinander zu bleiben», heisst es im Editorial.
Die Texte stammen von Hayat Erdogan, Melanie Keim, Eva Hirschi, Ivna Žic, Claudia Schmid, Ewa Hess, Leandra Graf und Hans Georg Hildebrandt. Ein guter Teil der Geschichten ist mit dem Restaurant verbunden. Themen sind unter anderem eine eritreische Auffahrtsfeier, ein schwedisches Fertighaus in Möriken-Wildegg und sein Bewohner, Herdenschutzhunde in Graubünden und ein Abend in einer Restaurantküche. Auf dem Cover ist die in Bologna lebende Kulinarikhistorikerin Mila Fumini zu sehen. Die Fotos sind von Pierluigi Macor und John Patrick Walder.
Den Auftrag für das Magazin hatte Creative Director Alain Charles Kupper, der auch die Art Direction verantwortete. Hildebrandt leitete das redaktionelle Projekt.
«Secondo» erscheint auf Deutsch und Englisch und kostet 25 Franken. Ab nächster Woche gibt es das Heft im Ristorante Italia, im Restaurant Markthalle, bei Bridge Meet Food und im Bistro LOI im Löwenbräu, alle vier Betriebe der Buonvicini-Gruppe. Dazu kommen die Buchhandlung Never Stop Reading und weitere Buchhandlungen. Bestellen kann man es auch per Mail. Wie es mit dem Projekt weitergeht, ist noch offen. (pd/cbe)

