Die Film- und Kinobranche setzt weiterhin auf den anhaltenden 3D-Trend. Mit der kontinuierlich steigenden Zahl entsprechender Produktionen wachsen allerdings nicht nur die Umsätze der Kinobetreiber, sondern auch die Bemühungen der Piraterieszene. Diese beisst sich an dreidimensionalen Inhalten bislang die Zähne aus: Das Kopieren von 3D-Kinofilmen in ein Format, das eine Nutzung auch am heimischen 3D-TV ohne Qualitätsverlust erlaubt, ist gegenwärtig nicht möglich. Für Branchenexperten ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis sich das Piraterieproblem vom zwei- auch auf den dreidimensionalen Raum überträgt.
Denn die ersten Softwarelösungen, die eine Vervielfältigung von Blu-ray-Discs im 3D-Format bewerkstelligen sollen, sind bereits auf dem Markt. Auch heute schon finden sich Streifen wie "Piranha 3D" und "Jackass 3D" in den Download-Listen zahlreicher File-Sharing-Portale. Die angebotenen Dateien sind aber typischerweise herkömmliche zweidimensionale Filme, die von DVDs gerippt und anschliessend in stereoskopische Anaglyphenbilder umgewandelt werden. Dieses Dateiformat kann mithilfe spezieller Software auf jedem beliebigen Fernseher betrachtet werden, es sind lediglich Brillen mit einer roten und einer blauen Linse erforderlich.
3D als Weg aus der Krise
Der Hype um das dreidimensionale Seherlebnis ist gegenwärtig der grosse Hoffnungsträger der Film- und Kinoindustrie. Diese hatte durch die zunehmende Online-Piraterie in den vergangenen Jahren mit heftigen Umsatzeinbussen zu kämpfen. Mithilfe der 3D-Technologie hat man die eigene Krise mittlerweile aber zumindest teilweise überwunden und es geschafft, wieder deutlich mehr Besucher in die Säle zu locken (pte).

