17.03.2016

HF für visuelle Gestaltung

Plakate zu Pflicht und Kür von Studierenden gestaltet

In einer Ausstellung werden ab dem 17. März Plakatarbeiten ausgestellt, die zeigen sollen, dass das Plakat noch längst nicht ausgedient hat.
HF für visuelle Gestaltung: Plakate zu Pflicht und Kür von Studierenden gestaltet

Das Plakat hat im digitalen Zeitalter kaum an Bedeutung eingebüsst. Es ist in sämtlichen Lebensbereichen anzutreffen: Obwohl es ursprünglich für kommerzielle Werbung erschaffen wrude, weitete es sich schon nach kurzer Zeit auch in andere Lebensbereiche aus.

Im Plakatmodul der höheren Fachschule für visuelle Gestaltung wurden von den Studierenden Plakate in den zwei Disziplinen «Pflicht» und «Kür» gestatet. Das Kulturplakat für einen fiktiven Filmzyklus des kubanischen Filmemacher Santiago Álvarez* war dabei der Pflichtteil, heisst es in der Mitteilung. Inhaltlich orientierten sich die Studierenden dabei an den Schwarz-Weiss-Filmen, die «mit ihrer aussergewöhnlichen Schnitttechnik und den vielfach eingeblendeten typografisch-plakativen Titeln eine besondere inhaltliche Auseinandersetzung forderten». Die Herausforderung war, herauszufinden, welche Aussage getroffen werden sollte und mit welchen Mitteln man die Anmutung der Filme aufs Papier bringen könnte.

Bildschirmfoto 2016-03-17 um 10.52.07

Beim «Kürprogramm» konnte ein selbst gewähltes Thema grafisch umgesetzt werden, heisst es weiter. Dabei sei zu beachten gewesen, dass je ein Typo- und ein Bild-/Fotoplakat gestaltet werden musste.

Bildschirmfoto 2016-03-17 um 10.51.55

Die Ausstellung findet vom 17. März bis 1. Mai 2016 im schau!fenster an der Limmatstrasse 55/57, 8005 Zürich, statt. Die Vernissage ist am 17. März 2016, 18.30 Uhr. Ein Filmabend zum Plakatthema «Álvarez» findet am 7. April um 19 Uhr im schau!fenster statt. (pd)

* Santiago Álvarez wurde am 8. März 1919 in Havanna (Kuba) geboren. 1942 kehrte er aus den USA nach Kuba zurück, trat in die sozialistische Partei ein und beteiligte sich aktiv am Kampf gegen das korrupte Regime von Diktator Batista. Am 24. März 1959, nach der Gründung des kubanischen Institutes für Kunst und Filmindustrie (ICAIC), arbeitete er kurz darauf als Leiter in dessen Wochenschau-Abteilung (Noticiero). Im Kulturgesetz der neuen Rebellenregierung wurde die Losung «Film ist Kunst» festgeschrieben. Über sechzig Filme entstanden unter der Regie von Santiago Álvarez, der heute weltweit als wichtiger Dokumentarfilmer gilt. Er starb am 20. Mai 1998 in Havanna.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen