Die neunköpfige Schweizer Delegation im Rechtschreiberat des deutschen Sprachraums hat sich bezüglich des Gendersterns uneins gezeigt. Die Bundeskanzlei empfahl, die Sterne nicht zu verwenden. Das hätte auch an Schweizer Schulen zu gelten, sagte der Vertreter der Schweizer Mittelschulen Knut Stirnemann zu SonntagsBlick.
Die Medienvertreterin, Natascha Fischer, zeigte sich kritisch, wenn Formen grammatikalisch nicht schlüssig sind. Für Schriftsteller Franco Supino käme eine Vorgabe einer Zensur gleich. Am 14. Juli wird der Rat darüber bestimmen. Er kann nichts verbieten. «Wir sind dazu verpflichtet zu sagen, was orthografisch nicht korrekt ist», sagte Ratspräsident Josef Lange zu SonntagsBlick.
Im Rat sitzen auch Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg, Belgien und Südtirol.
Wie aus einer kürzlich veröffentlichten Umfrage hervorging, findet nur gerade ein Viertel der Menschen in der Schweiz die Debatte über gendergerechte Sprache wichtig. Auch in den Medien haben es Sonderzeichen schwer, wie 2021 eine Umfrage von persoenlich.com zeigte. (sda/cbe)