Ärger um Roland Emmerichs Weltuntergangs-Epos "2012": Die Erzdiözese Rio verlangt von der Produktionsfirma Columbia Pictures eine Entschädigung, weil in dem Streifen unerlaubt die weltbekannte Christus-Erlöser- Statue von Rio gezeigt und zum Einsturz gebracht wird.
Die Gespräche mit Columbia liefen seit Dezember 2009 und seien freundschaftlich, berichteten lokale Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Erzdiözese. Es gehe darum, eine Klage zu vermeiden. Die Höhe der geforderten Entschädigung ist noch unbekannt.
In dem Katastrophenfilm geht am Ende der Welt auch das mit Podest insgesamt 38 Meter hohe Wahrzeichen von Rio unter. Columbia habe bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Vorproduktion um Erlaubnis für die Bildrechte gefragt, und dies sei abgelehnt worden, sagte die Leiterin der Rechtsabteilung der Diözese, Claudine Dutra, dem Internetportal globo.com.
Die Christus-Erlöser-Statue ist seit Dezember 2009 historisches Kulturerbe Brasiliens. Die Figur wurde im Oktober 1931 nach fünfjähriger Bauzeit auf dem Corcovado-Berg eingeweiht und gehört zu den sieben modernen Weltwunder.

