Seit 2008 bereichert das Tschutti Heftli den Fussball mit einem künstlerischen Sammelalbum. Statt gewöhnlicher Spielerfotos werden kleine Kunstwerke präsentiert: Jedes Team wird von Künstlerinnen und Künstlern gestaltet. So werden nicht nur die Fussballer und Fussballerinnen gezeigt, sondern auch eine vielfältige Auswahl zeitgenössischer Portrait-Illustration. Im Laufe der Jahre ist nicht nur die Produktion professioneller geworden, sondern auch die Auflage des Tschutti Heftli ist stetig angewachsen. Mittlerweile begeistert es Fussballfans aus aller Welt, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.
Die Auswirkungen der Coronapandemie hätten nun aber dazu geführt, dass das Album zur Fussball-EM 2021 weniger gut verkauft wurde als geplant. Das anschliessende Album zur EM der Frauen im Sommer 2022 habe sich zwar verhältnismässig gut verkauft. Durch die nachhaltige und faire Produktion seien die Kosten aber entsprechend höher gewesen. Diese Gründe haben laut Mitteilung dazu geführt, dass der Verein für das das neunte Sammelalbum zur Männer-Europameisterschaft 2024 in Deutschland auf finanzielle Hilfe angewiesen ist.
«Wir laden die Sammlerinnen ein, sich auf unseren Stickern zu verewigen und so Teil des Teams zu werden, welches das Tschutti Heftli 2024 ermöglicht», so Silvan Glanzmann, der seit dem ersten Album zur EM 2008 beim Projekt mitarbeitet. Die Rückseiten der Sticker, auf denen die Nummern 1 bis 400 gedruckt sind, werden wie Fussballtrikots gestaltet. Diese können gekauft werden und – analog den Nationalteam-Trikots – mit einem Namen oder einer Firmenwerbung versehen werden. Die Nummern werden dabei je nach Höhe zu unterschiedlichen Preisen angeboten.
Weiter weist Glanzmann in der Mitteilung auf einen Überraschungseffekt hin: «Da im Moment noch nicht bekannt ist, wie die EM-Gruppen ausgelost sind, weiss man auch noch nicht, welcher Spieler welche Stickernummer hat. Es bleibt also bis zum Release des Albums offen, welcher Spieler auf der Vorderseite der gekauften Nummer ist.» Die Unterstützungsaktion dauert bis im August 2023. (pd/cbe)