12.08.2010

"Energy"-Party

Wenige Anpassungen am Sicherheitskonzept

Keine grundlegenden Änderungen wegen Duisburger Vorkommnisse.

Die Organisatoren der "Energy"-Party im Zürcher Hallenstadion im Anschluss an die Street Parade vom Samstag haben an ihrem Sicherheitskonzept letzte Anpassungen vorgenommen. So etwa wird die Einlass-Kontrolle von den Glastüren weg Richtung Tramgeleise verschoben. "Wir wollen vermeiden, dass bei einem allfälligen Gedränge zu grosser Druck auf die Glastüren beim Haupteingang entsteht", sagte Veranstalter Thomas Bischofberger am Donnerstag vor den Medien. Grundlegendes am Sicherheitskonzept habe man nach den Vorkommnissen in Duisburg nicht geändert. Es werde seit Jahren laufend überprüft. Auch weise das "Energy"-Team eine 20-jährige Erfahrung auf.

Die Situation in und ums Hallenstadion sei nicht mit dem Areal in Duisburg vergleichbar. Wenn in Zürich die 13'500 Tickets verkauft seien, könne man die Tore schliessen, sagte Bischofberger. Zudem gibt es Informationsbildschirme, auch sind Lautsprecherdurchsagen möglich, auf jeder Bühne hat es ein Mikrofon.

Gemäss Felix Frei, Direktor der Hallenstadion AG, ist ein Event in der Grössenordnung der "Energy" für ihn "daily business", wie er sagte. Die Betriebs- und Sicherheitskonzepte der Veranstalter und der Hallenstadionbetreiber würden laufend aufeinander abgestimmt. Zwischen einem Anlass mit Tina Turner und einem Hockey-Match bestünden betriebstechnisch nur geringe Unterschiede, so Frei.

Die 20. "Energy"-Ausgabe unter dem Motto "The Final" bietet rund 100 DJs auf neun Floors Auftrittsmöglichkeiten. Hauptattraktionen sind laut Veranstalter Arnold Meyer der Franzose David Guetta und der Niederländer Tiësto. Für Guettas Auftritt wird eine 80 Quadratmeter grosse LED-Leinwand aufgestellt. Musikalisch deckt die Party die Palette zwischen House, Trance, Electro und Hardcore ab. Einlass ins Hallenstadion ist ab 20 Uhr. Die letzten Gäste müssen das Haus am Sonntag um 7 Uhr verlassen.

Wie Meyer und Bischofberger sagten, dürfte die diesjährige "Energy" – wie es das Motto nahe legt – die letzte ihrer Art sein. Nach 20 Jahren sei es wirklich Zeit, das Konzept zu überdenken, sagte Meyer. In welche Richtung die Gedanken gehen, wollte er nicht verraten. (sda)


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