Stundenlanges Arbeiten im Flow, Kreativität, Blick fürs Detail, logisches Denken und Zuverlässigkeit – autistische Erwachsene haben Arbeitgebenden viel zu bieten. Doch im Zwischenmenschlichen ecken sie oft an. Geschätzte 80 Prozent sind arbeitslos.
Das Gefühl, anders zu sein als die anderen, begleitet Stephanie, seit sie sich erinnern kann. Sie bemühte sich als Kind und Jugendliche mit allen Kräften, «normal» zu wirken. Erst ein Burnout im Erwachsenenalter und die darauffolgende Diagnose Autismusspektrumsstörung führten der Art Directorin von Jung von Matt vor Augen, woher ihr Anderssein rührt. Heute kann die 28-Jährige klar formulieren, was sie von ihren Arbeitgebenden für Bedingungen braucht, um ihr Potenzial zu entfalten.
Die jüngste Folge von «Reporter» – am Mittwochabend auf SRF 1 – porträtierte Menschen im Autismusspektrum und zeigte, welche Aspekte der Arbeitswelt Stress auslösen. Im Film begleitetet wurde auch Michael Maurantonio, Media Strategy Director bei Twofold, einer neurodiversen Branding-Agentur in Zürich. (pd/cbe)