Am Donnerstag gab die Migros bekannt, dass ihre Genossenschafterinnen und Genossenschafter in allen zehn Regionen die vorgelegte Statutenänderung zum Alkoholverkauf abgelehnt haben (persoenlich.com berichtete). Dies ist laut einer Mitteilung ein grosser Erfolg im Sinne der Suchtprävention, denn: Die Statutenänderung hätte den Weg frei gemacht für den Verkauf von alkoholischen Getränken und so mit der alkoholfreien Tradition der Migros gebrochen.
Als Fachorganisation für Suchtprävention konnte Sucht Schweiz ihre Position erfolgreich vertreten und die Debatte rund um die Migros-Urabstimmung prägen. Der Umstand, dass rund 250'000 alkoholsüchtige Menschen in der Schweiz durch die Erweiterung des Migros-Sortiments die einzige trigger-freie Einkaufsmöglichkeit verlieren würden, überzeugte eine Mehrheit der Genossenschafterinnen und Genossenschafter, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Sucht Schweiz war nicht nur medial präsent, sondern reichte zusammen mit fast 1000 Mitunterzeichnenden einen Liebesbrief an die alkoholfreie Migros ein, worin an die Einzigartigkeit der Migros appelliert wurde.
Feinheit begleitete Sucht Schweiz von der Kampagnenidee bis zur Umsetzung. Die Idee eines Liebesbriefes als freundlicher Appell überzeugte, denn ein Angriff auf die beliebte Marke Migros wäre nicht zielführend gewesen, heisst es. Feinheit konzipierte eine stringente User Journey und setzte vom Liebesbrief, dem animierten Kampagnenvideo, der Landingpage, einer Newsletter-Automation sowie dem Onlinemarketing alles inhouse um und unterstützte Sucht Schweiz bei der Medienarbeit.
Verantwortlich bei Sucht Schweiz: Markus Meury (Medienarbeit), Olivier Graz (Leitung Kommunikation, Marketing & Fundraising); verantwortlich bei Feinheit: Moritz Friess (Beratung, Projektkoordination), Stephanie Auderset (Text, Medienarbeit), Carmen Schoder (Konzept), Wesllen Gschwind (Film & Multimedia), Catherine Pearson (Grafk), Martin Schweizer (Online Marketing). (pd/cbe)