Bei jeder dritten Firma fehlt Liquidität

Dialogmarketing - Geldnot und Kurzarbeit bei Dialogmarketing-Agenturen: Von der Krise profitieren dürften die «digitalen Anbieter», wie eine Umfrage zeigt.

Die Corona-Krise hat sich sehr rasch auf die Schweizer Kommunikationsbranche niedergeschlagen. Neben den Leading Swiss Agencies LSA und dem Bund der Public Relations Agenturen BPRA (persoenlich.com berichtete) hat nun auch der Schweizerische Dialogmarketingverband (SDV) seine Mitglieder befragt.

«54 vollständige Antworten haben wir erhalten, was in etwa der Hälfte der SDV-Mitglieder entspricht. Wir nehmen für die Resultate keine Repräsentativität in Anspruch. Gleichwohl vermitteln die Ergebnisse einen validen Eindruck der Befindlichkeit von Unternehmen in der Dialogmarketing-Branche», heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Die Umfrage zeige, dass die Unternehmen sich rasch wirtschaftliche Veränderungen anpassen werden. Die Mehrheit des «analogen» Dialogmarketing (DM) hat Einbussen aber nicht so grosse, wie zu erwarten wären. Das digitale DM verzeichnet sogar Steigerungen.

Die Befragten erwarten erst im nächsten Jahr eine Erholung. Vor allem die «digitalen Anbieter» rechnen mit weiteren Steigerungen. Etwas über die Hälfte der antwortenden Unternehmen haben eine unterschiedlich starke Kurzarbeit zwischen 25 und 75 Prozent beantragt. Jedes dritte Unternehmen sieht seine Liquidität als gefährdet.

Ein weiteres Drittel ist sich nicht sicher und das letzte Drittel sieht keine Probleme in seiner Liquidität. «Nicht die behördlich verordneten Einschränkungen, sondern die daraus entstandenen oder die zu erwartenden Nachfragerückgänge sind die hauptsächlichen Gründe für Liquiditätsschwierigkeiten», heisst es in der Mitteilung.



Die persönliche Einschätzung über den Zeitpunkt des Endes der Corona-Krise und der wirtschaftlichen Folgen «könnten nicht unterschiedlicher sein, heisst es in der Mitteilung weiter. Frühestens im 1. Quartal 2021 bis 2. Hälfte 2022 erwarten die Befragten «courant normal». (pd/eh)