Das Projekt Amigos von Pro Senectute und der Migros läuft Ende Mai aus. Der Einkaufsdienst war während der letzten 14 Monate «eine wertvolle Unterstützung für viele Tausende Menschen in der Schweiz», wie es in einer Mitteilung von Pro Senectute heisst.
Eigens für die Zeit der Corona-Pandemie ins Leben gerufen, unterstützte der Einkaufs- und kostenlose Lieferdienst Amigos von Pro Senectute und der Migros seit April 2020 regelmässig fast 20'000 Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation. «Über 29'000 freiwillige Bringerinnen und Bringer lieferten in dieser Zeit mehr als 84'000 Bestellungen aus und erleichterten mit diesem Engagement den Alltag unzähliger Seniorinnen und Senioren, die dadurch zum Schutz vor einer Ansteckung nicht mehr selbst einkaufen mussten», so Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz.
Diese unentgeltlich tätigen Menschen bildeten in den letzten Monaten das grösste Freiwilligennetzwerk des Landes, wie es weiter heisst.
Aktuell, da die Impfkampagne gut voranschreitet und Schutzmassnahmen vorhanden sind, müssen sich gefährdete Menschen grossmehrheitlich nicht mehr in Selbstisolation begeben. Dadurch gehen die Bestellungen stark zurück. «Wir beobachten die weitere Entwicklung der Corona-Situation genau. Sollte Amigos wieder ein wichtiges Bedürfnis sein, um die Menschen vor einer Ansteckung zu schützen, könnten wir den Service schnell wieder aktivieren», so Huber weiter. (pd/cbe)