Der Kurierdienst Stash wollte nach dem Ausliefern des bestellten Essens auch gleich noch die Abstimmungscouverts mitnehmen (persoenlich.com berichtete). Doch es gibt Gegenwind. Die Aktion wurde am Dienstagabend von Behörden aus Zürich und Luzern gestoppt, wie die Agentur Jung von Matt Limmat gegenüber persoenlich.com bestätigte.
Die Aktion könnte «strafrechtlich relevant» sein, hiess es seitens des Kantons Zürich gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von SRF. Laut «Regionaljournal Zentralschweiz» prüft das Luzerner Justizdepartement eine Anzeige gegen den Lieferdienst wegen «Verdachts auf Stimmenfang».
Die Idee kommt unter anderem von den beiden Creative Directors Dominique Magnusson und Jacqueline Rufener. «Klar, schwingt etwas Enttäuschung mit», so Rufener auf Anfrage. «Aber wir sind vor allem happy, dass die Aktion Diskussionen rund um die kommenden Abstimmungen ausgelöst und viel positive Resonanz erhalten hat in der Community von Stash. Die Schweiz verträgt Ideen, die zu Gesprächsstoff werden – nicht nur vor Abstimmungen.»
Dominique Magnusson ergänzt: «Stash und uns war bewusst, dass es unter Umständen rechtliche Einschränkungen für die Aktion geben könnte. Für ein innovatives Unternehmen wie Stash war, eine aussergewöhnliche Idee umzusetzen und damit die Demokratie zu unterstützen, aber Grund genug, die Aktion zu starten.»