Die Migros hat dem Rechts-Wirbel um die Bezeichnung der begehrten Kringel, die in einer New Yorker Bäckerei erfunden wurden, ein Ende gesetzt. Sie verzichtet bei ihren eigenen Produkten freiwillig auf die Bezeichnung "Cronuts", wie sie am Freitag mitteilt. Der Grossverteiler ist in keiner Weise an langwierigen rechtlichen Auseinandersetzungen interessiert und erachtet das Produkt und nicht die Kennzeichnung als wichtig. Die Süssgebäcke werden neu ab 28. Oktober 2013 "Big'O" heissen und werden von der Jowa Bäckerei nach eigener Rezeptur produziert.
Am 19. August 2013 wurden an vier Take Aways die ersten Schweizer "Cronuts" verkauft. Die Kringel sorgten schon bald für mediale Aufmerksamkeit (persoenlich.com berichtete). Wie in New York fanden auch die gleichnamigen Migros-Produkte schnell Abnehmer, was auch dem Cronuts-Erfinder Dominique Ansel nicht verborgen blieb.
Die Migros hatte die Marke "Cronut" am 25. Juli 2013 im schweizerischen Register angemeldet, zu einem Zeitpunkt, als noch keine älteren Eintragungen für Cronuts existierten. Damals hatte Ansel die Marke erst in den USA, in Singapur, Japan, Grossbritannien und Frankreich angemeldet. Da die Cronuts ausschliesslich in der Bäckerei von Ansel in kleiner Stückzahl angeboten werden und auch keine Anhaltspunkte auf seiner Homepage oder in den internationalen Medien für eine geplante flächendeckende weltweite Vermarktungsstrategie, geschweige denn für einen Markteintritt in der Schweiz zu finden waren, durfte die Migros davon ausgehen, dass Ansel in der Schweiz keine Vermarktungspläne hegte, so der Grossverteiler. Erst gut zwei Monate später, nach der Lancierung der Jowa-Cronuts, hat die New Yorker Bäckerei die Marke nun auch für die Schweiz beansprucht.
Vor drei Jahren hatte die Migros eine amerikanisch inspirierte Linie von Glacen umbenannt. Der Name "Jane & Mary's" erinnerte zu stark an die Kult-Ice-Cream "Ben & Jerry's" aus den Staaten. Das Produkt heisst bei der Migros jetzt "Mary Jane's". (pd/sda)
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