16.08.2026

Shrinkflation

Die versteckten Preiserhöhungen nehmen zu

Der Preisüberwacher kritisiert das Phänomen und warnt vor einem Vertrauensverlust bei den Konsumenten.
Shrinkflation: Die versteckten Preiserhöhungen nehmen zu
Bei der sogenannten «Shrinkflation» reduzieren Hersteller die Füllmengen während der Preis pro Mengeneinheit steigt. (Bild: Keystone/APA/Helmut Fohringer)

Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sind laut dem SonntagsBlick zunehmend mit versteckten Preiserhöhungen durch kleinere Packungen konfrontiert. Bei der sogenannten «Shrinkflation» reduzieren Hersteller die Füllmengen während der Preis pro Mengeneinheit steigt.

Betroffen seien unter anderem Produkte von M&M’s sowie Rama und Whiskas. Teilweise seien die Preiserhöhungen beträchtlich: Bei Coop seien M&M’s pro 100 Gramm gegenüber 2024 um 42,5 Prozent teurer geworden. Migros und Coop verwiesen auf die Preisgestaltung und Vorgaben der Markenhersteller. Hersteller reagierten damit unter anderem auf höhere Kosten für Rohstoffe sowie Energie und Logistik.

Preisüberwacher Stefan Meierhans kritisiert das Phänomen. Die Schrumpfpackungen seien zwar legal, solange die Menge korrekt ausgewiesen werde. Sie kämen jedoch «etwas schäbig rüber» und könnten zu einem Vertrauensverlust bei der Kundschaft führen. «Deshalb ist es wichtig, dass Konsumentinnen und Konsumenten erfahren, welche Firmen das tun – damit sie für sich Konsequenzen ziehen können, wenn sie wollen. Bei wirksamem Wettbewerb schneiden sich Firmen, die Shrinkflation praktizieren, letztlich ins eigene Fleisch», so Meierhans. (pd/sda/spo)


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