09.07.2026

McDonald's

Fast-Food-Konzern steigt ins Sägemehl

Die Restaurantkette komplettiert als siebter und letzter Königspartner die oberste Sponsorenriege des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2028 in Thun.
McDonald's: Fast-Food-Konzern steigt ins Sägemehl
Von links: Roman Grünig (Leiter Sponsoring ESAF 2028), Brad McMullen (Managing Director McDonald’s Schweiz), Matthias Glarner (OK-Präsident ESAF 2028), Kathleen Strasser (McDonald’s-Lizenznehmerin Region Thun) und Adrian Affolter (Geschäftsführer ESAF 2028). (Bild: zVg/McDonald's Schweiz)

An einer Medienkonferenz vom Mittwoch in einer Thuner Filiale hat das Organisationskomitee des Esaf 2028 McDonald's Schweiz als Königspartner vorgestellt. Der Anlass findet vom 25. bis 27. August 2028 in Thun statt. Die sechs übrigen Partner der höchsten Kategorie sind die Berner Kantonalbank, die Mobiliar, Feldschlösschen, Migros, Swisspor und BKW.

Bemerkenswert ist weniger der siebte Partner an sich als dessen Profil: Mit einer global tätigen Fast-Food-Marke rückt ein Konzern in ein Umfeld, das bislang vor allem von Schweizer Unternehmen geprägt war. Der erste ausländische Königspartner ist das Unternehmen allerdings nicht – bereits am Esaf 2025 in Mollis trat der Autohersteller Suzuki in dieser Rolle auf, und auch Lidl und Aldi engagieren sich im Schwingen, wie der Blick festhält.

Angestossen wurde die Partnerschaft nicht vom OK selbst: Ein Lizenznehmer der Kette habe die Idee eingebracht, sagt OK-Präsident Matthias Glarner im Blick. «Wir wollten sechs bis sieben, waren aber nicht mehr aktiv auf der Suche. Doch dann hat ein McDonald's-Lizenznehmer die Idee gehabt und wir haben uns für Gespräche getroffen.»

Zu den finanziellen Konditionen schweigen die Beteiligten. Das Esaf weist grundsätzlich keine Budgetzahlen aus; für die Ausgabe 2025 in Mollis war laut Berner Zeitung von 35 bis 40 Millionen Franken die Rede, wovon laut Esaf-Geschäftsführer Adrian Affolter rund die Hälfte über Sponsoring gedeckt werden muss. Der Blick folgert daraus, das Engagement der Kette sei «mindestens siebenstellig».

Dass eine Burger-Marke zum propagierten «Schwingfest Oberländer Style» passt, ist nicht unumstritten. Glarner sieht darin kein Problem: «Ein Esaf lebt von Vielfalt, auch im Sponsoring», sagt er der Berner Zeitung. McDonald's-Schweiz-Chef Brad McMullen, seit rund einem Monat im Amt, zieht eine sportliche Parallele: «Schwingen erinnert mich an Rugby», sagt der Australier gemäss Blick.

Die Bekanntgabe fällt ins Jubiläumsjahr: Nach eigenen Angaben ist McDonald's seit 50 Jahren in der Schweiz präsent, betreibt über 190 Restaurants in 21 Kantonen und beschäftigt mit seinen Lizenznehmern über 8400 Mitarbeitende. Über 85 Prozent der Zutaten stammten von Schweizer Lieferanten, rund 6900 Bauernbetriebe produzierten für das Unternehmen, heisst es in der Mitteilung.

Wie der Konzern auf dem Festgelände in Erscheinung tritt, ist noch offen. Im Gespräch sind gemäss Blick unter anderem ein eigener Esaf-Burger sowie ein Kinderspielplatz – Konkretes gebe es noch nicht.(pd/nil)


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