Der Verwaltungsrat begründet den Stellenabbau mit einer umfassenden Überprüfung von Organisation, Prozessen und Angebot nach dem ersten vollständigen Betriebsjahr der neuen Festhalle. Ziel sei es, das Unternehmen «langfristig wirtschaftlich zu stärken», heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. Die personellen Anpassungen würden unter Einhaltung der arbeitsrechtlichen Verpflichtungen umgesetzt.
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer angespannten finanziellen Lage. Wie die Berner Zeitung im vergangenen Juli berichtete, musste Bernexpo im März 2026 einen Bankkredit über drei Millionen Franken aufnehmen, um die Liquidität zu sichern – Folge der höher als geplant ausgefallenen Kosten für die neue Festhalle.
Verwaltungsratspräsident Pascal Jenny lässt sich in der Mitteilung mit den Standortvorteilen der Bernexpo zitieren, mit der Festhalle und «einer der grössten Ausstellungs-Freiflächen der Schweiz» verfüge das Unternehmen über «Trümpfe für die Zukunft».
Vom Sparprogramm unberührt zeigt sich laut Bernexpo das operative Geschäft: Für 2027 verfüge das Unternehmen über ein «sehr gut gefülltes» Auftragsbuch, auch der laufende Eventkalender 2026 sei gut ausgelastet. CEO a.i. Lea Frisch wertet dies als Bestätigung der Nachfrage nach dem Standort; die eingeleiteten Anpassungen sollten die Organisation nun «effizient und wirtschaftlich nachhaltig» aufstellen. (pd/nil)

