Der frühere Denner-Besitzer Philippe Gaydoul hat laut der NZZ am Sonntag die Entwicklung des Discounters unter der Migros kritisiert. Er verkaufte das Familienunternehmen 2007 an die Migros, blieb bis 2009 CEO und bis 2012 Verwaltungsrat.
«Viele Läden sehen fast so aus wie vor bald 20 Jahren. Es wurde kaum investiert – weder in Filialen noch in neue Technologien wie Self-Scanning, die für Discounter interessant wären», sagte Gaydoul der Zeitung. Zudem sei das Sortiment zu stark ausgebaut worden. Seit die Migros selbst auf eine Tiefpreisstrategie setze, stelle sich laut der Zeitung die Frage, welche Rolle Denner künftig noch spielen könne.
Auch ein Detailhandelsexperte bezeichnete das Erscheinungsbild von Denner als «unzeitgemäss». Migros und Denner wiesen die Kritik zurück. Sie verwiesen in einer Stellungnahme auf Investitionen von mehr als 400 Millionen Franken in Filialen, IT und Verteilzentren. Intern gebe es jedoch Diskussionen über die künftige Ausrichtung, wie der Rücktritt von Denner-Chef Torsten Friedrich im Frühjahr gezeigt habe. (sda/pd/cbe)
KOMMENTARE
22.06.2026 10:49 Uhr

